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So geht es mit Sachsens Impfzentren weiter

Sachsen reduziert die Zahl der Impfzentren ab Juli. Die ländlichen Regionen sollen durch mobile Teams versorgt werden. Auch die Hausärzte spielen eine größere Rolle.

In Kamenz ist die Turnhalle des Gymnasiums momentan noch Impfzentrum. Ab Juli wird es - wie viele andere Zentren auch - geschlossen.
In Kamenz ist die Turnhalle des Gymnasiums momentan noch Impfzentrum. Ab Juli wird es - wie viele andere Zentren auch - geschlossen. © René Plaul

Dresden. Von den 13 Impfzentren in Sachsen sollen ab 1. Juli nur noch drei weiterbetrieben werden. Die Arbeit in den Einrichtungen des DRK in Dresden, Leipzig und Chemnitz wird bis September fortgesetzt. Das sieht das am Dienstag beschlossene neue Konzept für die Impfkampagne des Freistaats vor.

Die Landesregierung entschied sich damit gegen die Impfzentren in ländlichen Regionen. Sie sollen künftig durch 30 mobile Teams, darunter Impfbusse, versorgt werden. Ursprünglich sollten die Impfzentren nur bis Ende Juni eingesetzt werden. Wegen der Urlaubszeit im Juli und August, wenn auch Hausärzte ihre Praxen schließen, will die Regierung mit den drei Impfzentren eine Grundversorgung sicherstellen.

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Das neue Konzept sieht Mehrausgaben in Höhe von 63 Millionen Euro vor. Die Hälfte trägt der Bund.

Hausärzte soll Impf-Schwerpunkt werden

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sagte, sie hätte lieber zwei weitere Impfzentren behalten, darunter eines im Erzgebirge. Durch die Öffnung der Prioritätengruppe 3 sei die Nachfrage noch einmal stark gestiegen. Das Kabinett entschied sich jedoch für die preiswertere Lösung.

Nach SZ-Informationen hatten die beiden Fraktionschefs Christian Hartmann (CDU) und Franziska Schubert (Grüne) dem Erhalt von weiteren Impfzentren in der Fläche widersprochen. Da das Impfkonzept vom Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags genehmigt werden muss, wäre die von Köpping bevorzugte Variante voraussichtlich ohnehin dort gestoppt worden.

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Der Schwerpunkt verlagert sich dennoch immer stärker auf die niedergelassenen Mediziner. Schon in der kommenden Woche sollen Hausärzte 146.000 Dosen erhalten und damit mehr als die Impfzentren (116.000). Köpping forderte die Bürger auf, sich beim Hausarzt nach einem Impftermin zu erkundigen. Derzeit bieten 1.851 Hausärzte Impfungen an. Das sind längst nicht alle. 2.500 bis 3.000 könnten sich beteiligen. Fach- und Betriebsärzte sollen im Juni hinzukommen.

Noch in dieser Woche soll entschieden werden, ob das DRK abgesagte Termine abends an Impfwillige vergibt, die kurzfristig einspringen wollen.

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