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Acht neue Coronafälle - vier haben es überstanden

Das Virus verbreitet sich weiter im Landkreis Görlitz. Jetzt muss ein Krankenhaus eine Station für Besucher schließen.

Tests sind noch immer wichtig bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.
Tests sind noch immer wichtig bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. © Moritz Frankenberg/dpa (Symbolbild)

Das Coronavirus breitet sich wieder stärker im Landkreis aus. Nach Angaben des Kreis-Gesundheitsamtes gibt es acht Neuinfizierte. Vier Personen haben die Infektion überstanden, sodass  nun aktuell 44 Menschen im Landkreis infiziert sind.

Ein weiterer Patient musste zur Behandlung in ein Krankenhaus eingewiesen werden, sodass nun drei Personen stationär behandelt werden. Eine davon liegt auf einer Intensivstation. 

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Bei den acht Neuinfektionen handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann aus Görlitz. Eine Frau ist hier Kontaktperson zu einem bereits bestätigten Fall. Bei zwei Frauen und einem Mann aus Zittau sowie einer Frau aus Großschönau wurde das neuartige Virus ebenso nachgewiesen. Die Infektion mit dem Coronavirus ist meldepflichtig, sodass die Behörden über deren Zahl genau Bescheid wissen. Nicht meldepflichtig  ist die Zahl der Corona-Tests, die durchgeführt werden. So kann keine Positivrate für den Landkreis berechnet werden, die den Anteil der positiven Nachweise bei allen durchgeführten Tests angibt und als Gradmesser für die Dynamik der Pandemie gelten könnte. 

Dem Robert-Koch-Institut zufolge lag die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Görlitz am Mittwoch bei 5,9. Die Zahl gibt die Fälle in den letzten sieben Tagen berechnet auf 100.000 Einwohner an. Allerdings waren in diese Inzidenz noch nicht die neuesten Zahlen des Gesundheitsamtes eingeflossen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist das entscheidende Kriterium für die Politik, um über Corona-Auflagen zu entscheiden. Liegt der Wert über 50, können weitere Einschränkungen festgelegt werden, zuvor aber dürften die Behörden bereits über Maßnahmen beraten. So können zum Beispiel Menschen, die aus einem Gebiet mit mehr als 50 Fällen in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Menschen kommen, Probleme bei Übernachtungen haben. 

Bei einer der nachgewiesenen Corona-Infektion handelt es sich um eine Auszubildende des Städtischen Klinikums Görlitz, die auf der Station A1 des Krankenhauses eingesetzt war. Deswegen sind bis auf Weiteres keine Besuche in der betroffenen Urologie möglich, teilt eine Sprecherin mit. Das Gesundheitsamt ermittelt jetzt die Kontaktpersonen, um möglichst rasch Infektionsketten zu unterbrechen. 

Das Klinikum hat dabei beobachtet, dass zunehmend Besucher des Krankenhauses ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz kommen und die Abstandsregel nicht einhalten. „Uns ist sehr bewusst, dass nicht alle Menschen mit diesen Auflagen einverstanden sind. Dennoch weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass sie sich bei einem Besuch unseres Krankenhauses ohne Wenn und Aber an die festgelegten Hygienevorschriften halten müssen“, sagt die Pflegedirektorin Birgit Bieder.  „Unsere Patienten sind mehr gefährdet als andere, sodass zusätzliche Infektionen, wie zum Beispiel durch das Coronavirus, schwere Verläufe nehmen können.

Bislang haben sich seit März 2020 nachweislich insgesamt 426 Menschen im Landkreis Görlitz mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Davon gelten bereits 357 Personen als geheilt. Derzeit sind noch 44 Personen erkrankt. Die Zahl der durch das Gesundheitsamt aktuell angeordneten Quarantänen beträgt 179. Der Landkreis Görlitz hat insgesamt 25 Todesfälle zu verzeichnen. 

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