merken
PLUS Sachsen

Ärzte fordern mehr Personal im Gesundheitswesen

Deutschland sei bislang gut durch die Corona-Krise gekommen, sagt der Ärztekammerpräsident. Die Eingriffe zur Pandemiebekämpfung hält er für richtig.

Erik Bodendieck ist Präsident der sächsischen Landesärztekammer.
Erik Bodendieck ist Präsident der sächsischen Landesärztekammer. © Ronald Bonß

Dresden. Als Konsequenz aus der Corona-Pandemie hat der Präsident der sächsischen Landesärztekammer eine Personalaufstockung im Gesundheitswesen verlangt. "Wir haben ein personales Problem", sagte Erik Bodendieck am Montag bei einer Anhörung im Sozialausschuss des Landtages. Er fügte hinzu: "Wir haben unterm Strich zu wenig Pflegepersonal. Wir haben zu wenige Ärztinnen und Ärzte." Auch weiteres nichtärztliches Fachpersonal fehle.

Bodendieck warnte aber auch vor Panikmache mit Blick auf Corona: "Das Gesundheitswesen ist gut aufgestellt", sagte der Ärztekammerpräsident vor den Fachpolitikern. Deutschland habe sich darauf verlassen, eine solche Pandemie gut in den Griff bekommen zu können: "Bisher haben wir das auch entsprechend geschafft." Das liege unter anderem an der Sozialstruktur und Hilfssystemen.

Augusto
Leben und Genuss
Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

Weiterführende Artikel

Corona: Einreiseregeln in Meck-Pomm gekippt

Corona: Einreiseregeln in Meck-Pomm gekippt

Weitere Kreise in Sachsen sind jetzt Risikogebiete, RB-Profi positiv auf Corona getestet, Dresdner Corona-Ampel bleibt gelb - unser Newsblog.

Folgen einer Corona-Erkrankung wirken nach

Folgen einer Corona-Erkrankung wirken nach

Eine neue AOK-Analyse zeigt, dass im Anschluss an eine Corona-Infektion nicht nur Atemwegserkrankungen Probleme bereiten.

„Jeder sollte nicht immer nur an sich selbst denken“

„Jeder sollte nicht immer nur an sich selbst denken“

Sachsens Ärztekammerpräsident Erik Bodendieck über die Häufung von Corona-Fällen und die Konsequenzen.

Der Ärztekammerpräsident hält die Eingriffe zur Eindämmung des Virus für berechtigt: "Ich halte es nicht für grundgesetzwidrig, was passiert ist." Das Grundgesetz sehe Schritte zur Seuchenbekämpfung vor. Die Diskussion, ob jemand an oder mit Corona gestorben sei, hält Bodendieck für nicht sinnvoll. "Ich halte das für verwerflich, so zu diskutieren", sagte er vor allem mit Blick auf ältere Patienten.  Diskutiert werden müsse vielmehr darüber, dass "allen Menschen, die das gerne möchten und die es wünschen, egal welchen Alters sie sind, ein langes Leben beschieden wird mit unseren medizinischen Maßnahmen, die wir treffen können".

Mehr zum Thema Sachsen