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Viele Helfer melden sich im Klinikum

14 neue Corona-Todesfälle vermeldet der Landkreis Görlitz, die 7-Tage-Inzidenz liegt weiterhin weit über 600.

Unterstützung von der Bundeswehr (im Bild Sophie Wasiliga und René Kühn im Einsatz im Klinikum Görlitz) gibt es schon seit einigen Wochen. Trotzdem werden auch Helfer aus der Bevölkerung gesucht.
Unterstützung von der Bundeswehr (im Bild Sophie Wasiliga und René Kühn im Einsatz im Klinikum Görlitz) gibt es schon seit einigen Wochen. Trotzdem werden auch Helfer aus der Bevölkerung gesucht. © Bundeswehr/Anne Weinrich

Pünktlich zum Dienstag gibt es leider wieder hohe Corona-Infektionszahlen. 223 neue Infektionen gegenüber Montag vermeldet der Landkreis. Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich um 207 Erwachsene und 16 Kinder. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt aktuell 653,67.

Darüber hinaus gibt es 14 weitere Todesfälle. Es handelt sich um fünf Männer im Alter von 77, 78, 82 und 89 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 68 und 83 Jahren aus Görlitz, einen 95-jährigen Mann aus Horka, einen 90-jährigen Mann aus Krauschwitz, eine 101-jährige Frau aus Löbau, eine 53-jährige Frau aus Mücka, einen 92-jährigen Mann aus Niesky, einen 84-jährigen Mann aus Ostritz sowie einen 43-jährigen Mann aus Rothenburg. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 262.

Seit Beginn der Pandemie haben sich nachweislich 7.941 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 3.710 Personen sind genesen.

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Riesige Resonanz auf Aufrufe

263 der aktuell 3.956 infizierten Menschen werden derzeit stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, 25 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Aufgrund der dramatischen Situation hatte das Klinikum einen Aufruf gestartet. Gesucht wurden Helfer für die Patientenversorgung – sei es beim Essen reichen, Tee kochen, Zimmerreinigung, Hilfe bei der Körperpflege oder einfach nur für Gespräche mit den Patienten. Am Dienstag stoppte das Klinikum den Aufruf, weil sich unerwartet viele Menschen gemeldet haben.

„Der Aufruf ist auch auf Facebook regelrecht durch die Decke gegangen, mehr als 2.300 Mal wurde er geteilt und so haben wir über 107.000 Menschen erreicht“, sagt Sprecherin Katja Pietsch. „Das Telefon stand nicht still. Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz. So viele haben sich gemeldet, weil sie helfen möchten. Das macht echt Mut!“ Jetzt werden die Bewerbungen gesichtet und die Bewerber kontaktiert.

Landkreis sucht weiter freiwillige Helfer

Auch der Landkreis Görlitz hatte nach Helfern im Gesundheitssektor gesucht. Vor allem geht es um Unterstützung in zahlreichen Pflegeheimen, wo es durch das erhöhte Infektionsgeschehen verstärkt zu Personalausfällen kommt: Auch viele Mitarbeiter müssen in Quarantäne oder sind selbst erkrankt. „Für diese Situationen wird jede helfende Hand benötigt“, erklärte der Kreis. Und hatte Erfolg. Wie Sprecherin Franziska Glaubitz mitteilt, haben sich auf den Hilfe-Aufruf bisher 93 Personen gemeldet.

„Viele der Unterstützungsangebote wurden bereits an die Einrichtungen weitergeleitet, nach Rückmeldung der Träger konnten bislang zehn davon definitiv vermittelt werden und sind nun im Einsatz.“ Die Unterstützung kommt von einem sehr breiten Personenkreis: Die Helfer sind zwischen 14 und über 65 Jahre alt, viele haben bereits Pflegeerfahrung im privaten Bereich. Außerdem haben sich auch Studenten und Azubis in Gesundheitsberufen gemeldet. Weiterhin sucht der Kreis nach Helfern, der Aufruf steht weiter auf der Website des Kreises, „der Fokus liegt jedoch momentan auf der konkreten Vermittlung der eingetroffenen Angebote, damit Helfer und Träger auch zueinander finden“, sagt Franziska Glaubitz.

Landkreis informiert über die neuesten Verordnungen

Auf seiner Website informiert der Landkreis am Dienstag auch noch einmal über die neuesten Bestimmungen der sächsischen Corona-Schutzverordnung, die jetzt an die Bundesbeschlüsse von Sonntag angepasst worden sind. Die entsprechenden Änderungen treten am 16. Dezember in Kraft und gelten bis einschließlich 10. Januar 2021.

Geändert wurden demnach die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtsfeiertage: Nun gilt, dass nur im Zeitraum vom 24. Dezember bis 26. Dezember als Ausnahme Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen, zuzüglich Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, aus dem engsten Familien- und Freundeskreis zugelassen sind. Dies umfasst Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige.

Friseure müssen schließen. Der Großhandel, beschränkt auf Gewerbetreibende, darf öffnen. Das bundesweite Verkaufsverbot von Pyrotechnik vor Silvester regelt der Bund. Für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie ambulante Pflegedienste wird eine regelmäßige Testung für die Beschäftigten, möglichst zweimal wöchentlich, angeordnet. Beschäftigte von Bestattungsunternehmen haben nun Anspruch auf Notbetreuung, zudem Beschäftigte von Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen.

Der genaue Wortlaut der geänderten Corona-Schutz-Verordnung ist unter www.coronavirus.sachsen.de einsehbar.


Bürgertelefon im Gesundheitsamt:
Das Bürgertelefon im Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz ist täglich, auch am Wochenende, von 8 bis 16 Uhr unter 03581 663-5656 oder per E-Mail an [email protected] zu erreichen.

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