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Anstieg der Meißner Corona-Fälle sehr wahrscheinlich

Nach einer Prognose liegt sie im Landkreis Meißen bei 75 Prozent, in Dresden aber nur bei 50. Aktuell gibt es 282 Covid-Fälle, einer mehr als am Vortag.

Blick aufs Krankenhaus in Riesa aus Richtung Ortsteil Mergendorf gesehen. Mit Corona-Fällen haben die Elblandkliniken im Landkreis Meißen aktuell wenig zu tun. Die Prognosen aber sehen einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen voraus.
Blick aufs Krankenhaus in Riesa aus Richtung Ortsteil Mergendorf gesehen. Mit Corona-Fällen haben die Elblandkliniken im Landkreis Meißen aktuell wenig zu tun. Die Prognosen aber sehen einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen voraus. © Eric Weser

Meißen. Das Virus startet neu. Eine weitere Person hat sich infiziert, sodass es im Landkreis Meißen jetzt 282 positiv getestete Personen gibt. Das teilte das Landratsamt Meißen am Mittwoch mit. Neun Personen befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. Dazu kommen 32 Kontaktpersonen von positiven Fällen. Nach wie vor wird aktuell eine Person stationär im Krankenhaus behandelt. 20 Personen sind insgesamt verstorben.

Nach einer Prognose der Universität Osnabrück, die mit Hilfe eines Supercomputer-Zentrums zustande kam, wird vom Stand 30. September auf Sicht von mehreren Wochen eine Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent für steigende Infektionszahlen im Landkreis Meißen berechnet. Die angrenzenden Landkreise Bautzen und Nordsachsen erreichen auch diesen Wert, die Sächsische Schweiz/Osterzgebirge sogar 95 Prozent. Überraschenderweise wird für die Stadt Dresden nur eine Anstiegswahrscheinlichkeit von größer als 50 Prozent angegeben, für Leipzig 75 Prozent.

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Zwei Kurven mit Drang nach oben.
Zwei Kurven mit Drang nach oben. © Gesundheitsamt Meißen
Ein Fall mehr.
Ein Fall mehr. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Die rote Linie ist weit weg.
Die rote Linie ist weit weg. © Gesundheitsamt Meißen

Wie bei allen Infektionen ist das Risiko eines Schlaganfalls während einer Erkrankung mit dem Coronavirus erhöht. Das trifft besonders auf bereits schwer erkrankten Patienten zu. „Vor allem wenn Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes oder Bluthochdruck vorliegen, kann auch bei jungen Sars-CoV-2-Patienten vermehrt ein Schlaganfall auftreten“, so Professor Dr. med. Wolf-Rüdiger Schäbitz von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) in einer Mitteilung. Das Coronavirus kann das Blutgerinnungssystems aktivieren, was das Risiko für Thrombosen und Embolien sowie auch für einen Schlaganfall erhöht.

Weil Deutschland die erste Welle der Pandemie gut bewältigt hat, sind die direkten Folgen der durch Corona ausgelösten Schlaganfälle hierzulande überschaubar. Die DSG empfiehlt dennoch dringend, Anzeichen für einen Schlaganfall auch in Zeiten der Corona-Pandemie ernst zu nehmen, die 112 zu wählen und sich sofort notfallmedizinisch in einer Klinik mit Stroke Unit behandeln zu lassen. 

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