merken
Wirtschaft

Anträge auf Novemberhilfen jetzt möglich

Die Betreiber von Gaststätten, Soloselbstständige und Künstler können jetzt Hilfe beantragen. Noch Ende des Monats soll Geld kommen.

Die Betreiber von Gaststätten, Soloselbstständige und Künstler können jetzt Hilfe beantragen. Noch Ende des Monats soll Geld kommen.
Die Betreiber von Gaststätten, Soloselbstständige und Künstler können jetzt Hilfe beantragen. Noch Ende des Monats soll Geld kommen. © Peter Kneffel/dpa

Berlin. Firmen im Teil-Lockdown und Selbstständige wie Künstler können ab sofort Anträge auf die Novemberhilfen stellen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch auf Anfrage mit. Erste Gelder sollen ab Ende November gewährt werden, und zwar in Form von Abschlagszahlungen – das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefergehende Prüfung.

Konkret sollen Unternehmen einen Abschlag in Höhe von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe erhalten, maximal 10 .000 Euro. Betroffene können in ihrem Antrag auf die Novemberhilfe angeben, ob sie eine Abschlagszahlung wollen. Die Anträge können über eine bundeseinheitliche IT-Plattform gestellt werden. Der Antrag muss elektronisch durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt gestellt werden – damit soll Missbrauch vorgebeugt werden. Soloselbstständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt.

Klinik Bavaria Kreischa
Perspektiven Schaffen - Teamgeist (Er-) leben
Perspektiven Schaffen - Teamgeist (Er-) leben

Wir sind die KLINIK BAVARIA Kreischa - eine der führenden medizinischen Rehabilitationseinrichtungen in Ostdeutschland.

Die Bundesregierung hatte die Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige zugesagt, die seit Anfang November von den behördlich angeordneten Schließungen im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind. Für die weitaus meiste Zahl der Firmen sollen Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 gewährt werden. Anträge auf die Zuschüsse stellen können alle Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die Anfang November den Geschäftsbetrieb einstellen mussten – sowie Firmen, die „nachweislich und regelmäßig“ 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungen betroffenen Unternehmen erzielen. Das sind etwa Lieferanten der Gastronomie.

Andere staatliche Leistungen, die für November gezahlt werden, werden angerechnet - das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld. Die Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden.

Weiterführende Artikel

Corona: Wieder mehr Neuinfektionen in Sachsen

Corona: Wieder mehr Neuinfektionen in Sachsen

130 neue Todesfälle in Sachsen, Freistaat verlängert Lockdown bis Mitte Februar, Schule ab Mitte Februar - unser Newsblog.

Diese Jobs sind jede Milliarde wert

Diese Jobs sind jede Milliarde wert

Bei allem Streit um die Corona-Wirtschaftshilfe setzen sich Politiker ernsthaft für Unternehmer ein. Ein Kommentar.

Corona-Hilfe nicht auf Hartz IV anrechnen

Corona-Hilfe nicht auf Hartz IV anrechnen

Regelungen zum Kurzarbeitergeld und Hartz IV sollen heute verlängert werden. Eine Sache hält Bundesarbeitsminister Heil jetzt noch für nötig.

Merkel: "Dass wir füreinander einstehen"

Merkel: "Dass wir füreinander einstehen"

Die Kanzlerin verteidigt vor dem Bundestag die verschärften Corona-Regeln von Bund und Ländern - und appelliert an die Solidarität der Menschen in der Pandemie.

Der Bund rechnet mit einem Finanzvolumen von 14 bis 15 Milliarden Euro. Das Geld soll aus einem Topf für laufende Überbrückungshilfen kommen, der aber bei weitem nicht ausgeschöpft ist. Für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis zum 20. Dezember sind erneut Finanzhilfen geplant – und zwar im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro. (dpa)

Mehr zum Thema Wirtschaft