merken
Wirtschaft

Arbeitslosenzahl sinkt in Sachsen

Die Herbstbelebung bringt mehr Menschen im Freistaat in Jobs. Die Corona-Krise hat dennoch deutliche Spuren hinterlassen.

Im September meldeten sich rund 1.600 weniger Männer und Frauen arbeitslos als im Vormonat.
Im September meldeten sich rund 1.600 weniger Männer und Frauen arbeitslos als im Vormonat. © Markus Scholz/dpa

Chemnitz. Der Herbst sorgt für neuen Schwung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt. Im September waren 132.800 Menschen ohne Job und damit etwa 5.000 weniger als im Vormonat, wie die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur am Mittwoch mitteilte. 

Die Arbeitslosenquote sank auf 6,3 Prozent. "Die Beschäftigungsaufnahme der Ausbildungsabsolventen zahlt sichtbar auf den Rückgang der Arbeitslosigkeit ein", sagte die operative Geschäftsführerin Reinhilde Willems. Es sei zudem ein positives Signal, dass sich im September rund 1.600 weniger Männer und Frauen arbeitslos meldeten als im Vormonat. 

Anzeige
Digital Sales Manager (m/w/d) gesucht!
Digital Sales Manager (m/w/d) gesucht!

Die DDV Media sucht für ihre Standorte in Radebeul, Meißen, Riesa und Großenhain kreative Verstärkung.

Die Corona-Krise hat dennoch deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen: Im September waren knapp 20 Prozent mehr Menschen in Sachsen arbeitslos als zur gleichen Zeit im Vorjahr. 

2,847 Millionen Arbeitslose in Deutschland

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist ungeachtet der Corona-Krise im September um 108.000 im Vergleich zum Vormonat gesunken. Sie lag bei 2,847 Millionen und damit um 613.000 höher als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag im September bei 6,2 Prozent.

Auch die Zahl der Kurzarbeiter geht in der Corona-Krise weiter zurück. Im Juli wurde nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit vom Mittwoch für 4,24 Millionen Menschen Kurzarbeitergeld gezahlt. Im Juni waren es neuesten Hochrechnungen der Arbeitsagentur zufolge noch 4,6 Millionen Kurzarbeiter. Vor einem Monat war die Bundesagentur für Juni noch von 5,36 Millionen Kurzarbeitern ausgegangen. Der bisherige Höchststand war im April mit 5,95 Millionen erreicht worden.

"Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt sind nach wie vor deutlich sichtbar", sagte Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit. "Es zeigen sich aber leichte Zeichen der Besserung."

Der saisonbedingte Rückgang von 108.000 Arbeitslosen im September fällt in diesem Jahr etwas höher aus als in früheren Jahren. Allerdings ist das Niveau der Arbeitslosigkeit mit 613.000 auch deutlich höher als vor einem Jahr. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist derzeit auf niedrigem Niveau stabil, nachdem sie während der Kontaktsperre im Frühjahr praktisch eingebrochen war.

Weiterführende Artikel

So unterschiedlich trifft Corona Sachsens Betriebe

So unterschiedlich trifft Corona Sachsens Betriebe

Auto- und Maschinenbau schwächelten schon voriges Jahr. Doch manche Branchen wachsen auch in der Krise.

Volkswirte und Wirtschaftsforscher hatten zuvor ein weitgehend optimistisches Bild von der Konjunktur in Deutschland gezeichnet. Die Prognosen zum coronabedingten Rückgang der Wirtschaftsleistung wurden vielfach nach oben korrigiert. Mit Ausnahme der Automobilbranche sei kaum ein flächendeckender Abbau von Arbeitsplätzen zu erkennen, hieß es. (dpa)

Mehr zum Thema Wirtschaft