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Booster-Impfungen starten: Was jetzt wichtig ist

Die dritte Impfung ist in Sachsen für Über-70-Jährige ab dem 3. September verfügbar. Alle wichtigen Infos zur Booster-Impfung.

Von Thilo Alexe & Maximilian Helm
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Über-70-Jährige können sich ab Freitag in Sachsens Impfzentren ihre Auffrischungsimpfung verabreichen lassen.
Über-70-Jährige können sich ab Freitag in Sachsens Impfzentren ihre Auffrischungsimpfung verabreichen lassen. © AP

Dresden. Sachsen startet seine Corona-Auffrischungsimpfungen für Menschen über 70 Jahre. Die Impfungen sollen ab dem 3. September in ganz Sachsen möglich sein, teilte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag mit. Damit folgt Sachsen dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz, die sogenannten Booster-Impfungen ab dem 1. September ermöglicht.

Empfohlen wird die erneute Impfung für vollständige Geimpfte, die ein erhöhtes Risiko für eine Durchbruchsinfektion mit dem Coronavirus haben, so das Ministerium. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) betonte: "Mit den Auffrischungsimpfungen bieten wir den vulnerablen Gruppen den bestmöglichen Schutz."

Booster-Impfung in Impfzentren ohne Terminvereinbarung

Eine Impfung ist dann in einem Impfzentrum oder im Rahmen einer Vor-Ort-Impfaktion ohne vorherige Terminvereinbarung möglich. Personen mit bestimmten Grunderkrankungen erhalten die Impfung vorzugsweise bei ihrem behandelnden Arzt, teilte das Ministerium mit. Laut Sächsischer Impfkommission (SIKO) kann die Boosterimpfung gemeinsam mit der saisonalen Grippeschutz-Impfung verabreicht werden.

Auch Personen, die mit Vektorimpfstoffen wie AstraZeneca oder Johnson & Johnson vollständig geimpft sind, können eine Auffrischungsimpfung erhalten. Ein Nachweis über die durchgeführten Erst- und Zweitimpfungen ist in jedem Fall erforderlich. Diese Auffrischungsimpfungen werden ausschließlich mit mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer oder Moderna durchgeführt.

Zu den Grunderkrankungen zählen nach Einschätzung der Impfkommission fortgeschrittene Niereninsuffizienz, ungenügend eingestellter Diabetes Mellitus, Adipositas, chronisch entzündliche Darm- sowie Tumorerkrankungen. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das die Impfzentren betreibt, entscheidet letztlich der impfende Arzt über die Auffrischung. Sachsens DRK-Verband wies zudem darauf hin, dass die Impfzentren bis Ende September schließen.

Dritte Impfung: Beratung bei den Hausärzten

Köpping betonte die Rolle der Arztpraxen bei der eine Dosis umfassenden Booster-Impfung. Hausärzte böten auch Beratung. Wer unsicher sei, solle sich an die Mediziner wenden. Für Heime, die auf Vor-Ort-Impfungen angewiesen seien, solle die Vermittlung von Ärzten durch die kassenärztliche Vereinigung unterstützt werden. „Der Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner liegt mir besonders am Herzen“, sagte die Ministerin.

Sachsens Impfkommission empfiehlt das vierte Quartal – also den Oktober – als Start für die Booster-Impfungen. Da neben den Kapazitäten für die noch notwendigen Erst- und Zweitimpfungen auch die für die Auffrischungsimpfungen vorhanden sind, wird im Freistaat dem Gesundheitsministerium zufolge mit diesen bereits im September begonnen.