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Augustusburg - ein Vorbild für Wilsdruff?

Auch in der Kleinstadt an der Wilden Sau würden die Geschäfte nach dem Vorbild im Erzgebirge öffnen. Doch die neuen Regeln machen das unmöglich.

Viele Geschäfte in Wilsdruff müssen geschlossen bleiben. Die Stadt würde das gern ändern und ähnlich wie in Augustusburg verfahren.
Viele Geschäfte in Wilsdruff müssen geschlossen bleiben. Die Stadt würde das gern ändern und ähnlich wie in Augustusburg verfahren. © Egbert Kamprath

Mit Sorge beobachtet Matthias Schlönvogt das Geschehen in der Wilsdruffer Innenstadt. Die meisten Geschäfte müssen wegen den Auflagen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Die Innenstadt verödet.

Gern würde er das ändern, erklärte er jüngst im Stadtrat. Deshalb fragte er nach, ob Wilsdruff nicht dem Tübinger Modell "Öffnen mit Sicherheit" folgen kann. Dort konnten Geschäfte und Restaurants öffnen und von denjenigen besucht werden, die ein aktuelles negatives Coronavirus-Test-Ergebnis vorweisen konnten.

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Bürgermeister Ralf Rother (CDU) würde Ähnliches gern in Wilsdruff möglich machen, um den Einzelhändlern zu helfen, erklärte er und verwies auf ein ähnliches Projekt, das in Augustusburg gelaufen ist und von Wilsdruff aus beobachtet wurde. Auch dort wurde in der Stadt ein Testzentrum eingerichtet. Wer dort einen Coronatest gemacht hatte, der negativ war, konnte Hotels, Restaurants und Geschäfte besuchen.

Wilsdruff würde gern erfahren, wie dieses Modellprojekt gelaufen ist. Man sei an der Auswertung und den Erkenntnissen interessiert, erklärte Rother. "Sobald sich ein Hoffnungsschimmer für unsere Stadt absehen lässt, würden wir diesen sofort ergreifen, um zu einer dringend notwendigen Öffnung zu kommen", erklärte er.

Doch so schnell wird es dazu nicht kommen. "Die aktuelle Diskussion im Bundestag zum Infektionsschutzgesetz, mit weiteren und längeren Verboten" lasse das nicht zu.

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Das Tübinger Modell lief unter dem Titel „Öffnen mit Sicherheit“. Es begann am 16. März und lief vor wenigen Tagen infolge der neuen Gesetzeslage aus. Dort galt: Wer in Geschäfte oder zum Friseur will, musste einen negativen Schnelltest vorweisen. Außengastronomie und Kulturbetriebe sowie Kinos wurden geöffnet und konnten von Menschen besucht werden, die ein tagesaktuelles negatives Corona-Schnelltestergebnis vorweisen können. Auch sogenannten AHA-Regeln mussten eingehalten werden. Um das alles möglich zu machen, wurden in der Innenstadt Schnellteststationen eingerichtet.

Auch das Modellprojekt #neustart in Augustusburg ist inzwischen Geschichte.

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