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Autokorso gegen Corona-Maßnahmen

Rund 500 Menschen sind Sonnabend von Görlitz über Zittau nach Bautzen gefahren. Die Fahrzeugschlange war sechs Kilometer lang. Einer durfte nicht mit.

Der Autokorso der Corona-Maßnahme-Kritiker passiert den Zittauer Stadtring.
Der Autokorso der Corona-Maßnahme-Kritiker passiert den Zittauer Stadtring. © Rafael Sampedro

Rund 500 Menschen in 230 Autos haben am Sonnabendnachmittag in der Oberlausitz mit einem Autokorso gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen protestiert. Sie fuhren während der fünfstündigen, als Versammlung mit dem Motto "Freiheitliche Grundrechte bewahren" angemeldeten Veranstaltung von Görlitz über die B99 nach Zittau und weiter über die B96 nach Bautzen. An den Autos waren Fahnen und Banner angebracht. Darauf hieß es unter anderem: "Lockdown tötet unsere Geschäfte", "Alarmstufe Rot", "Wacht auf", "Merkel muss weg" und "Freiheit".

Nach Angaben der Polizei hatten sich die Teilnehmer zu Beginn in ihren Fahrzeugen am Gewerbering in Görlitz aufgestellt. Der Versammlungsleiter verlas die Auflagen. Um 14.30 Uhr startete der Autokorso in Richtung Zittau. "Dieser dehnte sich auf eine Länge von bis etwa sechs Kilometer aus", so die Polizei. Gegen 16 Uhr erreichte das Spitzenfahrzeug der Versammlung den Zittauer Stadtring. Kurz nach 18 Uhr überquerte der Konvoi die Friedensbrücke in Bautzen. Kurz danach habe sich der Konvoi aufgelöst, teilte die Polizei mit.

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Der Autokorso verlief im Wesentlichen ohne besondere Vorkommnisse. Laut Polizei ist ein Passatfahrer des Konvois angezeigt worden, weil er Bautzener Beamte während der Fahrt mit dem Handy filmte.

Am Töpferberg in Zittau fuhr eine 53-jährige Teilnehmerin des Konvois mit ihrem VW offenbar aus Unachtsamkeit auf den Honda eines vorausfahrenden 43-jährigen Teilnehmers auf. Die 32-jährige Beifahrerin im Civic verletzte sich dabei leicht. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.000 Euro.

Die Polizei sicherte die Versammlung mit etwa 25 Polizisten ab. Vier Funkstreifenwagen begleiteten die Fahrzeugkolonne. Die Beamten regelten an Schwerpunktkreuzungen den Verkehr.

Die Polizei kontrollierte die Einhaltung der angeordneten Auflagen, insbesondere die Beachtung der Corona-Schutz-Verordnung. "Außerdem überprüften sie die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge sowie die Verkehrstüchtigkeit der Teilnehmer", heißt es in der Mitteilung der Polizei. "Dabei untersagten die Uniformierten einem Fahrzeugführer die Teilnahme." Der Mann habe beabsichtigt, in seinem Lkw an dem Autokorso teilzunehmen. Die Auflagen der Versammlungsbehörde ließen jedoch nur Pkw oder Kleintransporter zu.

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