merken
PLUS Freital

Autokorso durch Freital gegen Lockdown

Hupend fuhren am Freitagabend etwa 50 Autos durch Freital. Die Teilnehmer forderten damit die Aufhebung der Geschäftsschließungen.

Zwei Stunden lang zog sich der Protest auf vier Rädern in Freital hin.
Zwei Stunden lang zog sich der Protest auf vier Rädern in Freital hin. © Daniel Förster

Mit einem Autokorso forderten am Freitagabend etwa 80 Menschen in Freital laut hupend die Beendigung des Lockdowns. Zwei Stunden lang sorgte die langsam fahrende Kolonne für Behinderungen und Stau - und für Aufmerksamkeit. Die Demonstranten waren kurz nach 17 Uhr mit 52 Autos am Festplatz neben der Weißeritz in Freital-Burgk losgefahren. Einige wenige hatten handgeschriebene Plakate an die Fenster geklebt oder Deutschland-Fan-Fähnchen an die Autos gesteckt.

Anzeige
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!

Mit einem Crowdfundingprojekt unterstützt die Volksbank Dresden-Bautzen eG gemeinnützige Projekte.

Die Protestler fuhren eine etwa 18 Kilometer lange Runde. Zunächst ging es in Richtung Dresden. Von Gitterseefuhren sie in die Freitaler Stadtteile Pesterwitz, Wurgwitz und Deuben. An der Außenstelle der Landkreisverwaltung in Potschappel veranstalteten die Autofahrer ein besonders intensives Hupkonzert.

Protestaktion verlief ohne Zwischenfälle

Der Veranstalter der Kundgebung, zu der der Kreisverband der AfD, insbesondere deren Bundestagskandidat, Kreisrat Steffen Janich, aufgerufen hatte, fragte: „Wo ist die Pandemie?“ Er forderte von Sachsens Landesregierung, „Kleinunternehmen, Dienstleister und Einzelhandels-Geschäfte sofort wieder zu öffnen“. Janichs Protest richtete sich vornehmlich gegen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der nach der jüngsten Bund-Länder-Konferenz im Gegensatz zu anderen Bundesländern an weiteren Beschränkungen und „im Sinne der Bundeskanzlerin an einer härteren Lockdown-Linie“ festhalte.

Es sei ein Unding, dass die Geschäftsleute für sich, ihre Angestellten und vor allem ihre Kunden viele Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus ergriffen hätten und ihnen die Unternehmen monatelang dicht gemacht wurden, so Janich. Die Protestaktion wandte sich gegen "falsch ausgerichtete und wenig hilfereiche" Corona-Maßnahmen. Die AfD forderte auf Großplakaten „Schluss mit Lockdown“.

Der Autokorso, der von der Polizei begleitet wurde, verlief störungsfrei. Bei einem gleichlautenden Protest war am 25. Februar eine Autokolonne mit demselben Anliegen zwei Stunden lang hupend durch Pirna gefahren.

Mehr Nachrichten aus Freital und Umgebung lesen Sie hier.

Täglichen kostenlosen Newsletter bestellen.

Mehr zum Thema Freital