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Wirtschaft

Bahn fügt sich Abstandsregeln

Ab sofort kann nur noch einer von zwei Doppelsitzen reserviert werden. Für gemeinsam Reisende gibt es Extra-Bereiche.

Ein ICE im Bahnhof von Riesa. Ab Freitag können weniger Plätze reserviert werden.
Ein ICE im Bahnhof von Riesa. Ab Freitag können weniger Plätze reserviert werden. © Sebastian Schultz

Von Wolfgang Mulke

Die Deutsche Bahn dünnt ihr Reservierungsangebot weiter aus und fügt sich damit den Wünschen der Politik nach größeren Abständen in den Zügen. Ab diesem Freitag können Fahrgäste in Großraumwagen jeweils nur einer von zwei Doppelsitzen für die Reservierung freigegeben. Bei gegenüberliegenden Doppelsitzen sitzen sich die Reisenden dann diagonal gegenüber. Einzelreise erhalten Fensterplätze zugewiesen. „Reservierungen von Einzelreisenden auf zwei nebeneinander liegenden Doppelsitzen werden so vermieden“, teilte das Unternehmen mit.

In Abteilen werden von den sechs vorhabenden Plätzen nur noch zwei fest vergeben. Unter dem Strich sinkt das Reservierungsangebot der Bahn damit um 60 Prozent. Immerhin dürfen gemeinsam Reisende auch weiterhin zusammensitzen. In beiden Fahrzeugklassen werden dafür eigene Bereiche eingerichtet.

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Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 20. Januar 2021, in virtuellen Räumen statt.

Reservierungspflicht kommt nicht

Dies trage auch zusätzlich zum Infektionsschutz bei, betont die Bahn. „In den kommenden Wochen sorgen wir für noch mehr Abstand und Platz“, verspricht Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. Ab Mitte Dezember will die Bahn neue Züge einsetzen und so Tausende zusätzliche Plätze anbieten.

Eine Reservierungspflicht will die Bahn auch künftig nicht einführen. In den letzten Monaten gab es immer wieder Bericht über zu volle Züge. „Die Mitarbeiter werden in den kommenden Wochen noch stärker auf eine gleichmäßige Verteilung der Fahrgäste im Zug achten“, versichert das Unternehmen. Derzeit seien die Fernzüge durchschnittlich nur zu 20 bis 25 Prozent besetzt.

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