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Kreis Bautzen plant 58 Testzentren

Gratis-Schnelltests sollen bald flächendeckend möglich sein. 21 Teststellen gibt es bislang laut dem Landratsamt.

In der Eichen-Apotheke Großdubrau kann man sich bereits seit Januar testen lassen. Die Terminvergabe erfolgt telefonisch oder per E-Mail.
In der Eichen-Apotheke Großdubrau kann man sich bereits seit Januar testen lassen. Die Terminvergabe erfolgt telefonisch oder per E-Mail. © Steffen Unger

Bautzen. Im Landkreis Bautzen soll es künftig 58 Standorte geben, an denen man sich einmal in der Woche kostenlos per Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen kann. Das hat die Kreisverwaltung am Sonntagmittag mitgeteilt. In mittlerweile 21 Teststellen wie Apotheken oder Physiotherapien könne man sich derzeit testen lassen. "Weitere 37 größere und kleinere Testzentren sind in Vorbereitung und sollen überwiegend in der kommenden Woche starten", erklärte das Landratsamt Bautzen am Sonntagmittag.

Das Netz werde durch drei mobile Corona-Teams ergänzt, die in den Räumen Kamenz, Bautzen und Hoyerswerda nach einem Fahrplan unterwegs sind und damit 27 Gemeinden erreichen werden. Die Terminbuchung erfolge entweder per Telefon oder Internet-Kalender. Eine Übersicht der bestehenden Testzentren mit entsprechenden Öffnungszeiten und Terminvergaben gibt es auf den Internetseiten des Landkreises Bautzen. Zudem hat der Kreis eine Google-Karte veröffentlicht, auf der bestehende und künftige Testzentren sowie die Angebote der mobilen Teams eingetragen sind. Um eine schnelle Meldung der Testergebnisse an das Gesundheitsamt zu gewährleisten, habe man eine neue Software eingerichtet und zahlreiche Dienstleister geschult.

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Termine an bisherigen Standorten fast ausgebucht

Erst am Mittwoch hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) im MDR-Sachsenspiegel angekündigt, dass es in jeder sächsischen Gemeinde künftig ein Corona-Testzentrum geben soll. „Nur mit Schnelltest können wir sichere Kontakte schaffen. Deswegen ist es jetzt die Herausforderung, in jedem Ort im Freistaat Sachsen, in jeder Gemeinde ein Testzentrum aufzubauen“, sagte er.

Jedem Bürger in Deutschland steht seit dem 8. März ein kostenfreier Corona-Schnelltest pro Woche zu. Bislang gibt es im Landkreis Bautzen Gratis-Schnelltests allerdings nur an wenigen Orten. So kann man sich unter anderem kostenfrei im Gesundheitsamt in Bautzen testen lassen. Termine werden dort aber nur noch vereinzelt angeboten. Auch in Kamenz (Garnisonsplatz 9) und in Hoyerswerda (Vis-à-Vis, Schloßplatz 2) sind seit dieser Woche kostenfreie Corona-Schnelltests möglich. Doch die Termine sind hier vorerst ausgebucht. In Hoyerswerda kann man sich außerdem noch im Treff-8-Center (Lipezker Platz) und in der Sanitätsschule Medicus (Grünewaldring 1) kostenfrei testen lassen.

Ende voriger Woche wurden nach Recherchen von Sächsische.de weitere Orte für ein Testzentrum bekannt. So sollen unter anderem in Radeberg, Bischofswerda, Wilthen, und Pulsnitz Corona-Testzentren entstehen.

Bautzen: Testzentrum entsteht im Kornmarkthaus

In Bischofswerda bietet die Sonnen-Apotheke bereits seit einer Woche die Schnelltests kostenfrei an. Außerdem wird voraussichtlich auch die Regenbogen-Apotheke dafür die Genehmigung durch das Gesundheitsamt bekommen. Wie Oberbürgermeister Holm Große (parteilos) außerdem mitteilt, habe die Stadt dem Landratsamt mit der Volksolidarität auf der Stolpener Straße sowie in den Praxisräumen der Urologie von Dr. Wilfried Hantzsch weitere Möglichkeiten zum Testen vorgeschlagen.

In der Sonnen-Apotheke in Bischofswerda wird seit einer Woche kostenfrei auf Corona getestet. In 14 weiteren Kommunen des Landkreises Bautzen sind Corona-Schnelltestzentren geplant.
In der Sonnen-Apotheke in Bischofswerda wird seit einer Woche kostenfrei auf Corona getestet. In 14 weiteren Kommunen des Landkreises Bautzen sind Corona-Schnelltestzentren geplant. © Steffen Unger

Auch in Bautzen ist neben dem Gesundheitsamt ein weiteres Testzentrum geplant. Es entsteht voraussichtlich in Räumen des Kornmarkthauses in der Innenstadt. Betrieben werden soll es von der Dresdner Firma, die bereits in Sohland an der Spree im ehemaligen Grenzhaus am Übergang ins tschechische Rožany (Rosenhain) Schnelltests anbietet. „Wir werden künftig auch die Testzentren in Kamenz und Hoyerswerda vom Gesundheitsamt übernehmen“, sagt Mitarbeiter Silko Opitz auf Nachfrage.

Dabei kündigt er auch an, dass es in anderen Gemeinden mobile Testteams geben wird. „Großharthau und Frankenthal sind derzeit im Gespräch“, sagt Opitz. Mit einem Testbus waren er und seine Mitarbeiter bereits im Januar auf dem Marktplatz in Radeberg. „Dieses Angebot wurde damals gut angenommen. Deswegen wollten wir es ausbauen“, sagt Silko Opitz.

Ottendorf-Okrilla: Gemeinde schlägt drei Standorte vor

Als weitere Standorte für ein Testzentrum waren vergangene Woche auch Großröhrsdorf, Ottendorf-Okrilla, Lauta/Elsterheide und Bernsdorf im Gespräch. In Bernsdorf hat das Gesundheitsamt den ortsansässigen Pflegedienst Haink mit dem Betreiben eines Testzentrums beauftragt. Von Montag bis Freitag kann man sich jeweils zwischen 8 und 16 Uhr in den Räumen des Pflegedienstes im ehemaligen Zollhaus an der Dresdner Straße 2 auf Corona testen lassen.

In Lauta hat der OCS-Pflegedienst Lausitz GmbH in Kooperation mit der Storchen-Apotheke zwei Testmöglichkeiten geschaffen. Ab kommender Woche kann man sich beim Pflegedienst im Ortsteil Laubusch montags, mittwochs und freitags kostenfrei testen lassen. In der Apotheke in Lauta ist dies, außer am Wochenende, jeden Tag möglich.

In Ottendorf-Okrilla ist man noch nicht ganz so weit. Wie Bürgermeister Rico Pfeiffer (parteilos) mitteilt, plant die Gemeinde zwar ein Corona-Testzentrum. Doch noch fehle die Zustimmung vom Landkreis. „Wir haben dem Landratsamt drei Möglichkeiten vorgeschlagen“, sagt der Bürgermeister. Das seien die Turnhalle Am Karpen, die Sporthalle An der Blöße sowie das Vereinshaus an der B 97. Das Landratsamt müsse entscheiden, welches Gebäude sich am besten für ein Testzentrum eignet und gleichzeitig den Betreiber beauftragen. „Wir warten eigentlich täglich auf den Anruf“, sagt Rico Pfeiffer.

Großpostwitz: Schon drei Testzentren in Betrieb

Schon weiter in der Planung ist dagegen die Stadt Großröhrsdorf. Dort soll das Testzentrum nach Angaben von Bürgermeister Stefan Schneider (parteilos) bereits Mitte der kommenden Woche in Betrieb sein. „Die Gespräche mit dem Landratsamt sind beendet. Das Testzentrum entsteht in der Festhalle am Festplatz. Es muss sich nur noch der Betreiber die Räume anschauen“, erklärt der Bürgermeister. Die Dresdner Firma Hectas soll das Zentrum betreiben. Sie hat bereits eins in der Landeshauptstadt in Betrieb.

Bereits am Dienstag geht in Neukirch/Lausitz ein kleines Testzentrum in Betrieb, und zwar im Rittergut, genauer gesagt im Gewölberaum. Zwischen 8 und 17 Uhr könne dort jeder, der sich testen lassen möchte, einfach mit FFP2-Maske und Personalausweis vorbeikommen, berichtet Bürgermeister Jens Zeiler (CDU). Das gelte auch für den darauffolgenden Dienstag, den 30. März. Wie es danach weitergeht, sei aber noch unsicher. "Geplant ist, Tests im Rittergut mindestens einmal pro Woche anzubieten. Dies richtet sich natürlich auch nach der Nachfrage", betont Zeiler gegenüber Sächsische.de.

Ein weiteres Testzentrum soll in Königsbrück entstehen. Bürgermeister Heiko Driesnack (CDU) informierte auf der jüngsten Stadtratssitzung, dass sich die Stadt beim Landratsamt um ein Testzentrum beworben habe. Es soll im ehemaligen Freizeitzentrum An der Bleiche entstehen. Ab wann man sich dort kostenfrei testen lassen kann, ist aber noch unklar.

In Großpostwitz hingegen ist das bereits an drei verschiedenen Stellen möglich, wie die Gemeinde auf ihrer Website mitteilt. So testet die Drohmberg-Apotheke in den Räumen der Begegnungsstätte Großpostwitz, die Physiotherapie Sabine Dießner in ihrer Praxis an der Hauptstraße und auch die RehaSalus Oberlausitz GmbH. „Wir haben hier sehr engagierte Menschen im Ort, die in den letzten Tagen durch viel Eigeninitiative diese Test-Möglichkeiten geschaffen haben“, sagt Bürgermeister Markus Michauk (OLG).

Dieser Text wurde am 21. März 2021 aktualisiert, nachdem der Landkreis Bautzen mitgeteilt hatte, dass es künftig 58 Testzentren geben soll. Zuvor war noch 48 Standorten die Rede.

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