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Sachsen: Betrugsverdacht gegen Corona-Impfarzt

Ein anonymer Tippgeber erhebt schwere Vorwürfe gegen einen Mediziner aus Sachsen. Die Staatsanwaltschaft prüft den dubios anmutenden Fall.

Der Fall ist dubios, die Ermittlungen schwierig.
Der Fall ist dubios, die Ermittlungen schwierig. © dpa

Die Staatsanwaltschaft Dresden prüft einen möglichen Fall von Abrechnungsbetrug in einem sächsischen Impfzentrum. Die Vorwürfe gehen nach SZ-Informationen auf Angaben eines anonymen Anzeigeerstatters zurück. Es soll sich um einen Arzt handeln, der nach eigenen Angaben bei den Corona-Schutzimpfungen mitarbeiten wollte.

Während eines Telefonats mit einem Kollegen, bei dem er seine Dienste angeboten habe, soll dieser ihm vorgeschlagen haben, sich rückwirkend als Impfarzt in eine Terminliste einzutragen, obwohl er bisher tatsächlich noch keine Impfungen vorgenommen hatte. Das Honorar, das er erhalten würde, sollte er mit dem Gesprächspartner als "Vermittler" teilen. Seinen Namen habe der angebliche Kollege nicht genannt.

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Eine Strafanzeige der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen liegt der Staatsanwaltschaft vor, bestätigte ein Behördensprecher. Die gegen "unbekannt" geführten Ermittlungen dauern an und werden einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte Jürgen Schmidt der SZ.

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Niedergelassene Ärzte, die in Sachsen in den Zentren oder mobilen Teams impfen, erhalten pro Arbeitsstunde 175 Euro. In diesem Stundensatz sind Fahrtkosten und Ausfallhonorar für die Schließung der eigenen Praxis enthalten. Die anderen Ärzte bekommen rund 120 Euro pro Stunde. (SZ/lot)

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