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Leisnig: Bundeswehr hilft in Seniorenheim

Das Team des Heimes am Sonnenblick bekommt für drei Wochen Corona-Unterstützung. In Paudritzsch ist ein solcher Einsatz schon abgeschlossen.

Vor ein paar Tagen hat es die ersten Corona-Fälle im Leisniger Seniorenzentrum "Am Sonnenblick" gegeben.
Vor ein paar Tagen hat es die ersten Corona-Fälle im Leisniger Seniorenzentrum "Am Sonnenblick" gegeben. © Dietmar Thomas

Leisnig. Leisnig bleibt die Stadt im Landkreis Mittelsachsen mit der höchsten Zahl an Corona-Neuinfektionen. Das geht aus der aktuellen Statistik des Sozialministeriums hervor. Aber auch die Daten, die der Landkreis selbst den Kommunen übermittelt, spiegeln das wider.

Für Bürgermeister Tobias Goth (CDU) erklärt sich die anhaltend hohe Zahl unter anderem mit Corona-Ausbrüchen in den Leisniger Pflegeeinrichtungen. Im Verwaltungsausschuss am Donnerstagabend berichtete er darüber, dass es im Pflegeheim „Am Sonnenblick“, einer Einrichtung der Stadt Leisnig, am 17. Januar zu den ersten Infektionen bei Bewohnern und Mitarbeitern gekommen ist.

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„Nun fehlt es an Personal“, sagte der Bürgermeister. Deshalb sei er froh darüber, dass die Bundeswehr ab Montag personelle Unterstützung zugesagt hat. Oberstleutnant Danilo Rehm bestätigt, dass vier Bundeswehrsoldaten, konkret vom Versorgungsbataillon 131 der Kyffhäuserkaserne aus Bad Frankenhausen, ab nächster Woche im Seniorenzentrum in Leisnig im Einsatz sein werden. „Sie übernehmen Aufgaben im hauswirtschaftlichen Bereich und sollen so die Pflegekräfte entlasten“, erklärte Oberstleutnant Rehm.

Situation im Waldidyll in Paudritzsch etwas entspannt

Bis voraussichtlich 12. Februar wird dieser Hilfseinsatz der Bundeswehr in Leisnig dauern. Im „Waldidyll“ in Paudritzsch, einem Pflegeheim der Führer-Gruppe, haben die Soldaten ihren Einsatz schon wieder beendet.

Dort waren nach Angaben von Bürgermeister Goth schon im Dezember Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. „Ungefähr die Hälfte der Bewohner und auch die Hälfte der Mitarbeiter waren betroffen gewesen“, sagte der Leiter des Hauses Andreas Grün. Mittlerweile sei aber ein Stück Normalität zurückgekehrt, ein Großteil der Bewohner wieder genesen und auch die Mitarbeiter zurück im Dienst.

Deshalb könne das Heim jetzt damit beginnen, Besuche zuzulassen. Das allerdings kann nur unter Einhaltung des Hygienekonzeptes passieren. Dafür müssen sich Angehörige zunächst testen lassen, bevor sie die Bewohner sehen können.

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Nach Angaben des Sozialministeriums ist die Inzidenz in Leisnig zurzeit am höchsten im Landkreis. Das Gesundheitsamt meldet für Mittelsachsen 16 weitere Todesfälle.

Aus der hohen Infektionszahl zieht auch die Stadt Leisnig Konsequenzen. So gibt es nächste Woche keine Beratung des Technischen Ausschusses. „Nichts auf der Tagesordnung ist so dringend, dass es nicht noch einige Zeit bis zur Beratung warten könnte“, erklärte Goth. Die nächste Ratssitzung ist für Ende Februar geplant.

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