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Mittelsachsen: 12.000 Euro Corona-Bußgeld

Bisher gab es im Landkreis rund 240 Zuwiderhandlungen gegen die Corona-Schutz-Verordnung. Die Zahl der Infizierten steigt.

Dem Gesundheitsamt lagen auch am Montag neun neue positive Testergebnisse auf das Coronavirus vor.
Dem Gesundheitsamt lagen auch am Montag neun neue positive Testergebnisse auf das Coronavirus vor. © Robert Michael/dpa

Mittelsachsen. Fast 12.000 Euro Bußgelder, Gebühren und Auslagen sowie rund 4.700 Euro Verwarngelder hat Mittelsachsen bisher für Verstöße gegen die Corona-Schutz-Verordnung kassiert. Darüber informierte Pressereferentin Peggy Hähnel auf Nachfrage. Das Gelde unterliege keiner Zweckbindung, hieß es weiterhin. 

Insgesamt seien bisher seit Ausbruch der Pandemie und Aufkommen der Auflagen 249 entsprechende Zuwiderhandlungen von der Behörde bearbeitet worden. Seit dem 1. September gab es drei Verstöße gegen die Maskenpflicht in Geschäften sowie einen im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs. Dafür fällt seitdem ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro an.

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Verstoßen wurde in Mittelsachsen bisher aber nicht nur gegen das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. Registriert worden sind zudem Zuwiderhandlungen gegen die Kontaktbeschränkungen, das Öffnungsverbot von Einzelhandelsgeschäften, Hygienekonzepte sowie das Ansammlungsverbot. „Die Verstöße werden nicht nach Regionen erfasst, sondern nur für den gesamten Landkreis“, so Hähnel weiter. 

Detailliertere Auskünfte gibt das Sächsische Staatsministerium für Soziales auf eine Kleine Anfrage von Landtagsabgeordnetem Dr. Rolf Weigand von der AfD. Demnach gab es zum Beispiel im März in Döbeln 14 erfasste Verstöße wegen des Verlassens der häuslichen Unterkunft sowie in Hartha und Großweitzschen wegen der Öffnung von Gaststätten. Im April wurden fünf Bußgeldbescheide für Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen in Döbeln versandt.

Schwellenwert liegt bei 15

Am Montag lagen dem Gesundheitsamt indes neun weitere positive Testergebnisse vor. Damit ist die Gesamtzahl an Nachweisen auf 485 gestiegen. Betroffen sind dieses Mal vier Bürger aus dem Raum Mittweida (154) sowie fünf aus der Region Freiberg (223). Im Altkreis Döbeln ist die Zahl bei 108 Nachweisen geblieben. Aus der Region wurden zuletzt am Wochenende drei neue Fälle gemeldet.

Nach aktuellen Informationen von Peggy Hähnel von der Pressestelle des Landratsamtes gibt es derzeit noch keine weiteren Angaben zu den Betroffenen. Die Kontaktermittlungen liefen jedoch noch, hieß es weiter. 

Die Zahl der Verstorbenen, bei denen eine Infektion mit dem Virus nachgewiesen worden ist, ist bei zehn geblieben. Als Genesen gelten aktuell rund 414 Personen. Die Zahl der derzeit Infizierten beträgt damit rein rechnerisch 61.

Entscheidend für das In-Kraft-Treten von weiteren Beschränkungen zur Vermeidung der Ausbreitung des Virus ist der Wert der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Dieser liegt derzeit nach den Berechnungen der Behörde bei rund 15.Spätestens bei einem Wert von 35 müssen die Behörden entsprechende Maßnahmen ergreifen, heißt es in der aktuell gültigen Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates. 

Die Mittelsachsen wären dann dazu angehalten, personenbezogene Daten bei Veranstaltern und Betreibern von Betrieben, Sportstätten, Gastronomie, Hotels, Beherbergungsstätten sowie Ansammlungen im öffentlichen Raum abzugeben, um eine Nachverfolgung der Infektionsketten zu erleichtern.

Dieser Beitrag wurde um 15.27 Uhr aktualisiert. 

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