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Click & Meet: Kunden wollen lokal shoppen

Terminshopping und ähnliche Angebote sollen vor allem kleineren Händlern in der Corona-Krise helfen. Wie eine Umfrage zeigt, scheint die Rechnung aufzugehen.

Angebote, wie Click & Meet, sollen vor allem den lokalen Einzelhandel stärken.
Angebote, wie Click & Meet, sollen vor allem den lokalen Einzelhandel stärken. © dpa-Zentralbild

Termin im Internet buchen oder einfach vor dem Laden anmelden - und dann shoppen wie in Vor-Lockdown-Zeiten. Seit dieser Woche ist Terminshopping, das sogenannte "Click & Meet", auch in Sachsen erlaubt. Die Nachfrage danach ist groß. In Dresden berichten kleine Einzelhändler von vielen Anfragen. Gut nachgefragt sind zum Beispiel Geschäfte, in denen es Kinderkleidung und -schuhe gibt. In Bautzen beteiligen sich schon rund 170 Geschäfte an dem Terminshopping. Die Stadt Radebeul hilft derweil ihren Einzelhändlern bei der Umsetzung von "Click & Meet". Für alle Geschäfte hat die Stadtverwaltung einen Online-Terminkalender eingerichtet.

Nachdem die Landesregierung Mitte Februar nach langem Zögern zunächst nur "Click & Collect", also das Bestellen und Abholen im Laden, erlaubt hatte, verband Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) den Start von "Click & Meet" nun mit einem Appell zum Unterstützen des lokalen Einzelhandels und startete eine Kampagne dazu. Im CoronaCast, dem Podcast von sächsische.de zur Pandemie, erklärt Dulig außerdem, wie mildere Regeln und Infektionsschutz künftig zusammenpassen sollen.

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Diese Rechnung scheint aufzugehen, wie zwei Umfragen zeigen, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat. Demnach sagen fast ein Drittel der Sachsen (29,2 Prozent), dass sie solche Einkaufsmöglichkeiten eher im lokalen Einzelhandel nutzen wollen. Nur rund zwölf Prozent hingegen wollen ihr Geld bei Handelsketten ausgeben. 25 Prozent der Sachsen wollen sich nicht festlegen und sowohl bei kleinen als auch großen Einzelhändlern einkaufen. Der Rest hat mit "weiß nicht" geantwortet.

Der Vergleich zum Ergebnis einer zweiten Umfrage zeigt, dass bei "Click & Meet" sowie "Click & Collect" der Fokus mehr auf dem lokalen Einzelhandel als beim reinen Online-Shopping. Wir wollten wissen, ob die Sachsen beim Online-Shopping darauf achten, ob sie bei lokalen Einzelhändlern einkaufen.

Rund 54 Prozent der Sachsen beantworten diese Frage mit Nein. Sie kaufen online also bei großen Einzelhändlern oder bei großen Versandhändlern wie Amazon ein. Eine Minderheit von wieder einem Drittel (30,4 Prozent) achtet hingegen auch beim Online-Shoppen darauf, dass der Umsatz in der Region bleibt. Rund 15 Prozent der Sachsen sind bei der Frage unentschieden.

An der erstgenannten Umfrage haben bundesweit 5.880 Menschen teilgenommen. Die Stichprobe für die Sachsen-Zahlen besteht aus 314 Menschen. An der zweiten Umfrage wurde bisher 8.064 Mal teilgenommen. Die Stichprobe für die Sachsen-Zahlen besteht aus 291 Menschen. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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