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Corona: 17 weitere Menschen verstorben

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt. Deutlich mehr Patienten auf Intensivstation. Landrat Ralf Hänsel appelliert an die Bevölkerung, keine Böller oder Raketen an Silvester zu zünden.

Impfzentrum für den Landkreis in der Riesaer Sachsenarena. Bis auf wenige Schilder sei es jederzeit einsatzbereit, erklärt das Landratsamt am Dienstag.
Impfzentrum für den Landkreis in der Riesaer Sachsenarena. Bis auf wenige Schilder sei es jederzeit einsatzbereit, erklärt das Landratsamt am Dienstag. © Sebastian Schultz

Meißen. Die Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter. Im Landkreis Meißen sind bislang 8.108 Personen positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden, wie das Landratsamt am Dienstag mitteilt. Von diesen befinden sich gegenwärtig 1.703 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Gegenüber dem Vortag sind das 282 neue Personen. Am Montag waren es lediglich 143. Am Donnerstag meldete das Gesundheitsamt den bisherigen Rekord-Tageszuwachs von 309 Fällen.

Zudem halten sich aktuell 517 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne auf. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des RKI sinkt am Dienstag auf 510,9 (Vortag: 514,7). Im bundesweiten Vergleich liegt damit der Landkreis Meißen auf dem dritten Platz, auf dem ersten ist der Vogtlandkreis. Der berechnete Inzidenzwert des Gesundheitsamtes in Meißen steigt wiederum: 595,3 (Vortag: 559,7).

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© Gesundheitsamt Meißen
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Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 164 Einwohner des Landkreises als stationär aufgenommen erfasst. Das sind drei mehr als am Vortag. 22 von ihnen werden am Dienstag auf der Intensivstation behandelt, wie das Gesundheitsamt mitteilt. Insgesamt sind bislang 308 Personen verstorben. Das sind 17 mehr als am Montag.

Die meisten der aktuell 1.703 aktiven Infizierten wohnen derzeit in Riesa (308), Großenhain (216), Radebeul (179) und Meißen (138). Es folgen Coswig (114), Weinböhla (69), Strehla (68), Klipphausen (58), Nossen (53) und Radeburg (50).

Gesundheitsamt und Elblandkliniken bereiten sich auf weitere Corona-Welle vor

Für die Amtsärztin Dr. Simone Bertuleit sei trotz des leicht rückläufigen Sieben-Tage-Inzidenzwertes des RKI kein Rückgang der Infektionen in Sicht. Die Leiterin des Gesundheitsamtes erklärte am Dienstag im Corona-Krisenstab des Landratsamtes: "Die Zahlen der letzten Tage zeigen ein sehr dynamisches Infektionsgeschehen." Um dieses zu bewältigen, erhält das Gesundheitsamt Anfang Januar 2021 weitere Unterstützung von außerhalb, so Dezernatsleiterin Janet Putz. Auch die Elblandkliniken bereiten sich auf eine weitere Welle von Corona-Patienten vor. "In der Hoffnung, dass sie nicht kommt", so Vorstand Frank Ohi.

Dr. Simone Bertuleit berichtete außerdem davon, dass viele Menschen im Landkreis Fragen zur Impfung haben. Sie bittet sie darum, sich direkt an das Sozialministerium zu wenden, das sich federführend um die Impfung kümmere. Das Ministerium veröffentlicht die Informationen zur Impfung auf seiner Internetseite. Das Impfzentrum in Riesa ist jedoch mittlerweile voll einsatzfähig, wenn es gebraucht wird.

Etwas Sorge bereitete den Teilnehmern des Krisenstabes allerdings die bevorstehende Silvesternacht. Man einigt sich am Dienstag darauf, keine weiteren Einschränkungen für den Landkreis zu erlassen, die über die Bestimmungen des Freistaates Sachsen hinausgehen. Landrat Ralf Hänsel appelliert an die Bevölkerung, sich an die geltenden Regeln zu halten.

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Das heißt, keine Partys zu feiern, möglichst im engsten Kreise zuhause zu bleiben, sich an das Alkoholverbot sowie die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung zu halten. Zudem drang er im Krisenstab darauf, keine Böller oder Raketen zu zünden: "Wir sollten jegliches Verletzungsrisiko, dass die Ressourcen der Kliniken weiter binden würde, vermeiden."

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