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Über 2.000 Mittelsachsen bisher infiziert

Am Mittwoch gibt es über 90 neue Fälle. In Döbeln öffnet die Kita Kleeblatt wieder. Ein Bürgermeister weist auf die Überlastung des Gesundheitsamtes hin.

Insgesamt 2.043 positive Corona-Befunde sind bisher seit März dem Gesundheitsamt des Landkreises mit Sitz in Mittweida gemeldet worden.
Insgesamt 2.043 positive Corona-Befunde sind bisher seit März dem Gesundheitsamt des Landkreises mit Sitz in Mittweida gemeldet worden. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Auch in der zweiten Woche des teilweisen Lockdowns zeichnet sich zumindest für den Landkreis Mittelsachsen kein Rückgang der Neuinfektionen ab. Am Mittwoch meldet das Landratsamt wieder 92 neue Fälle. Damit haben sich insgesamt seit März 2.043 Mittelsachen mit dem Virus infiziert.

Für die Region Döbeln wurden 17 weitere positive Testergebnisse gemeldet. Damit liegt die Gesamtzahl der Infizierten im Altkreis inzwischen bei 297. Die Region Freiberg hat am Mittwoch die 1.000-Marke überschritten. Mit 37 Neuinfektionen sind damit 1.027 Personen seit März positiv getestet worden. In Mittweida lag die Steigerung bei 39 Nachweisen (719). 

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Aktuell befinden sich 2.068 Mittelsachsen in Quarantäne, ein deutlicher Anstieg um 222 Personen im Vergleich zu Dienstag. In den Krankenhäusern werden 79 Personen mit Covid-19 behandelt, zwei weniger als am Dienstag. Beatmet werden müssen sechs Erkrankte (+1). Die Leisniger Helios-Klinik meldet am Mittwoch sechs Corona-Betroffene auf der normalen Station.

Kita Kleeblatt öffnet wieder

Am Donnerstag öffnet die Kita "Kleeblatt" wieder, wie von der Stadtverwaltung Döbeln angekündigt. "Die Quarantäneanordnung gilt bis zum 11. November“, so Stadtsprecher Thomas Mettcher. Die Stadt sei bisher nicht über weitere positive Befunde vom Landratsamt informiert worden. Am Mittwoch hieß es in einer Pressemitteilung, dass es keine weiteren positiven Fälle gegeben habe. 

Die Behörde hatte 25 Kinder und 13 Erwachsene in Verbindung mit zwei positiven Fällen in der Einrichtung testen lassen. Die Kita, zu der auch ein Hort gehört, war seit dem 30. Oktober geschlossen.

Greysinger: „Behörde ist überlastet.“

Dieter Greysinger (SPD), Bürgermeister von Hainichen, machte am Mittwoch darauf aufmerksam, wie überlastet das Gesundheitsamt des Landkreises sei. Darauf werde er auch in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik am Donnerstag hinweisen. Hintergrund war ein Covid-19-Fall in der Kita „Villa Zwergenland“ in Hainichen. „Leider dauerte es eine ziemlich lange Zeit, bis ein Kontakt der Kita-Leitung mit dem Gesundheitsamt im Landratsamt zustande gekommen ist“, so Greysinger.

„Diese Behörde ist völlig überlastet“, sagte der Bürgermeister. „Die Einarbeitung weiterer Mitarbeiter im Gesundheitsamt geht nicht von ‚jetzt auf gleich‘ und gemeldete Neuerkrankungen, die teilweise im dreistelligen Bereich innerhalb von 24 Stunden liegen, stellen das Gesundheitsamt vor enorme logistische Probleme“, schilderte er. Dennoch sollte es möglich sein, dass die Behörde bei Fällen in Kitas, Schulen und Altersheimen umgehend reagiere. „Dies werde ich in meiner Funktion als Kreisrat am 12. November zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik des Kreistags noch einmal einfordern.“

Zehn Pflegeeinrichtungen betroffen

Aktuell gibt es in Mittelsachsen Nachweise von Covid-19 in zehn Pflegeeinrichtungen, darunter unter anderem das Seniorenwohnheim „Berta Börner“ in Roßwein. Am Mittwoch sind zudem drei weitere Gemeinschaftseinrichtungen hingekommen. 

Neben dem Fall in der Hainichener Kita wurden auch positiv Getestete aus dem Geschwister-Scholl-Gymnasium in Freiberg sowie der Kita „Regenbogen“ in Penig gemeldet, so Kreissprecher André Kaiser. 

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 11. November, um 15.11 Uhr aktualisiert. 

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