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Meißen: Weitere fünf Corona-Tote

Landrat Ralf Hänsel erläutert, warum sich die Inzidenzwerte unterscheiden und weshalb das Landratsamt Meißen seine Corona-Statistik umstellt.

Jetzt Chef des Corona-Krisenstabs: Meißens Landrat Ralf Hänsel. Er erläutert die Umstellungen in der Erfassung der Corona-Daten im Landkreis Meißen. Der Tageszuwachs neuer Fälle ist weiter sehr hoch.
Jetzt Chef des Corona-Krisenstabs: Meißens Landrat Ralf Hänsel. Er erläutert die Umstellungen in der Erfassung der Corona-Daten im Landkreis Meißen. Der Tageszuwachs neuer Fälle ist weiter sehr hoch. © Claudia Hübschmann

Meißen. Der hohe Tageszuwachs an neuen Corona-Fällen hält unvermindert an. Im Landkreis Meißen gibt es mit Stand Mittwoch 3.269 positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestete Personen. Davon befinden sich gegenwärtig 955 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne, teilte das Landratsamt am Mittwoch mit. Gegenüber dem Vortag sind 152 neu infizierte Personen hinzugekommen. Der Zuwachs am Dienstag betrug 145, am Montag waren es 63 und am Sonntag 103 neue Fälle.

Aktuell sind 1.130 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der heutige Inzidenzwert des Robert Koch-Instituts liegt bei 299,5 (Vortag: 242,8). Allerdings hängt das RKI wegen der langwierigen und komplizierten Datenübermittlung zeitlich zurück. Der reale Inzidenzwert liegt deutlich höher. Das Gesundheitsamt Meißen meldete für Dienstag 350,7. Ab sofort stellt der Landkreis Meißen die bisherige Information über den Inzidenzwert des Landkreises ein, so dass für Mittwoch keine eigenen Meißner Daten vorliegen.

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Auf zahlreiche Kritik an diesem Vorgehen antwortet Landrat Ralf Hänsel in einem Gespräch mit sächsische.de. Bislang gab es drei Inzidenzwerte, so Hänsel, die des Gesundheitsamtes, des RKI und der Landesuntersuchungsanstalt des Freistaates. Das führte zur Verwirrung. Landkreise und Freistaat haben sich bei der neuen Corona-Schutzverordnung einheitlich für den Inzidenzwert des RKI entschieden. Neben dem zeitlichen Aspekt gab es zwischen RKI und Gesundheitsamt Unterschiede bei der Eingabe der Daten. Das Gesundheitsamt Meißen stellt jetzt die Eingabe auf die RKI-Methode um. Das werde, so der Landrat, am Ende dieser Woche abgeschlossen sein. "Wir haben sogar eine Software-Anpassung vorgenommen", sagte Hänsel. "Die Eingabefenster wurden entsprechend der RKI-Methode verändert."

© SZ

Nach der Anpassung werde der Landkreis auch wieder mehr Daten veröffentlichen. Die Unterschiede zum RKI werden dann nur noch minimal sein. "Das hat nichts mit Intransparenz zu tun, wenn wir jetzt weniger Daten herausgeben, sondern wir benötigen noch etwas Zeit zur Anpassung. Die Zahlen sollten sich ja nicht widersprechen", sagte der Landrat. "Nach Abschluss der Anpassung wird es wieder mehr Daten geben."

Zudem sollten nach Ansicht des Landrates auch noch andere Kennziffern zur Beurteilung der Corona-Lage herangezogen werden, wie Auslastung der Intensivbetten beispielsweise.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 100 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. 15 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. 101 Personen sind insgesamt verstorben. Dies sind fünf Verstorbene mehr als am Dienstag.

Alkoholverbot nicht überall

Auf die Anfrage von Radebeuler Wirten beispielsweise zur Handhabung des Alkoholverbots im öffentlichen Raum, gibt die neue Allgemeinverfügung des Landkreises Meißen Antwort. Es herrscht kein absolutes Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, sondern für klar definierte Gebiete wie Fußgängerzonen, Parkplätze, Spielplätze oder Parkanlagen.

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