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Meißen: Inzidenz wieder gestiegen

Aktuell gibt es 40 aktive Corona-Infizierte im Landkreis Meißen. Die meisten leben in Radebeul. Test: Bundeswehr-Hunde im Einsatz gegen das Virus.

Ein Cocker Spaniel an einer Trainingsmaschine für Corona-Spürhunde. Spürhunde können an Körperflüssigkeiten eine Corona-Erkrankung sehr gut erkennen. Die Inzidenz im Landkreis Meißen ist am Montag auf 7,9 gestiegen.
Ein Cocker Spaniel an einer Trainingsmaschine für Corona-Spürhunde. Spürhunde können an Körperflüssigkeiten eine Corona-Erkrankung sehr gut erkennen. Die Inzidenz im Landkreis Meißen ist am Montag auf 7,9 gestiegen. © Foto: Ole Spata/dpa

Meißen. Die Inzidenz ist zwar leicht gestiegen, hält sich aber im unteren Bereich. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt jetzt 7,9 (Freitag: 7,4), teilte das Landratsamt am Montag mit. Übers Wochenende sind elf positiv getestete Personen hinzugekommen. Im Landkreis Meißen gibt es damit 17.322 positiv getestete Personen, von denen sich gegenwärtig 40 Personen und 32 Kontaktpersonen in behördlich angeordneter Quarantäne befinden.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell drei Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon wird eine Person auf der Intensivstation behandelt. Die Zahl der Verstorbenen bleibt unverändert und beläuft sich auf insgesamt 603 Personen.

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© Gesundheitsamt Meißen
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Von den aktuell 40 aktiven Corona-Infizierten leben die meisten in Radebeul (10). Es folgen Großenhain (5), Meißen und Moritzburg (je 4) sowie Coswig, Gröditz, Klipphausen und Riesa (je 3). Die höchste Inzidenz im Landkreis gibt es in Klipphausen (19,3), vor Radebeul (14,8) und Gröditz (14,3), (Stand 16. August).

Ein Forschungsteam unter Leitung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover veröffentlichte eine Studie über Corona-Spürhunde. Sie bestätigt, dass Hunde in der Lage sind, die Infektion schnell und sicher zu diagnostizieren.

Hunde riechen Corona

Für die Studie setzte das Forschungsteam zehn spezialisierte Spürhunde der Bundeswehr ein. Nach einem speziellen Training waren sie in der Lage, 92 Prozent der über 5.000 vorgelegten Proben korrekt zu identifizieren. Die Hunde wurden vorher ausschließlich mit Speichelproben trainiert. In der Studie mussten sie aber auch Urin- und Schweißproben auf die flüchtigen organischen Verbindungen, die die Zellen SARS-CoV-2-positiver Menschen produzieren, kontrollieren. Weder die beteiligten Hundeführer noch die Forscher vor Ort wussten, welche Proben positiv waren und welche zu Kontrollzwecken dienten. Die Hunde waren in der Lage, zwischen Proben infizierter und nicht infizierter Personen mit einer durchschnittlichen diagnostischen Sensitivität und Spezifität von 95 Prozent bzw. 98 Prozent für Urin, 91 Prozent bzw. 94 Prozent für Schweiß und 82 Prozent bzw. 96 Prozent für Speichel zu unterscheiden.

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Ein Hund ist in der Lage, den Tropfen einer Flüssigkeit in 50.000.000 Litern Wasser, das entspricht 20 Schwimmbecken olympischer Größe, zu erkennen. Auf das Coronavirus trainierte Spürhunde werden in diesem Herbst bei mehreren Musikveranstaltungen eingesetzt. Die Ergebnisse werden dann mit Antigen- und PCR-Tests verglichen. Dies wird weitere Erkenntnisse darüber liefern, wie Corona-Spürhunde am besten bei der Detektion infizierter Menschen eingesetzt werden können.

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