SZ + Meißen
Merken

Bisher sieben Omikron-Fälle im Landkreis Meißen

Die Inzidenz im Landkreis Meißen steigt wieder. 147 Personen sind wegen Corona im Krankenhaus. Größere Protest-Spaziergänge gab es in Radeburg.

Von Ulf Mallek
 3 Min.
Teilen
Folgen
PCR-Tests auf das Corona-Virus von Patienten. Wann kommt wieder die Fallzahl-Trendwende nach oben durch Omikron? Im Landkreis Meißen stieg die Inzidenz am Donnerstag leicht auf 419,8.
PCR-Tests auf das Corona-Virus von Patienten. Wann kommt wieder die Fallzahl-Trendwende nach oben durch Omikron? Im Landkreis Meißen stieg die Inzidenz am Donnerstag leicht auf 419,8. © dpa/Julian Stratenschulte

Meißen. Ist das schon die Trendwende wieder nach oben? Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt am Donnerstag 419,8 (Vortag: 398,6). Gegenüber Mittwoch sind 196 weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen zu verzeichnen. Mit drei korrigierten Fällen im Vergleich zum Vortag gibt es im Landkreis Meißen bislang insgesamt 45.639 positiv getestete Fälle. 1.952 positiv getestete Personen befinden sich gegenwärtig in behördlich angeordneter Quarantäne. Wie auch Ende des vergangenen Jahres ist mit 66 Prozent die Mehrzahl der Infektionen in den Altersgruppen der 15- bis 34-Jährigen sowie der 35- bis 59-Jährigen festzustellen.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 147 Einwohner des Landkreises Meißen als stationär aufgenommen erfasst, davon werden 28 Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation behandelt. Von den 147 hospitalisierten Personen sind 22 geimpft und 125 ungeimpft, bei den ITS-erfassten Personen sind vier geimpft und 24 ungeimpft. Mit fünf weiteren verstorbenen Personen erhöht sich die Zahl der Todesfälle insgesamt im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 859.

Die meisten aktiven Infektionen meldet das Gesundheitsamt für Meißen (291) vor Radebeul (263) und Riesa (188). Danach folgen Coswig (166), Weinböhla (124), Nossen (95) und Klipphausen (je 95). Die wenigsten Infektionen gab es in Priestewitz (11), Hirschstein (15) und Strehla (18).

Die höchste Inzidenz unter den Gemeinden im Landkreis hat Niederau (933,4) vor Moritzburg (621,9) und Käbschütztal (617,1). (Stand 5. Januar 2022).

Soldaten weiter im Einsatz

In der Sitzung des Krisenstabes zum Infektionsschutz erfolgte am Donnerstag ein erster Informationsaustausch aller Teilnehmenden in diesem Jahr. Die Situation ist geprägt von einem Warten auf die möglichen Auswirkungen der Omikron-Variante – sowohl im Gesundheitsamt als auch in den Elblandkliniken. Bislang konnte im Landkreis Meißen in sieben Fällen die Omikron-Variante nachgewiesen werden.

Auf jeden Fall noch bis Ende Januar sind im Gesundheitsamt des Landkreises und in den Elblandkliniken Soldaten der Bundeswehr im Einsatz. Sie erfragen unter anderem derzeit bei den in den zurückliegenden Wochen positiv getesteten Personen telefonisch die für das RKI notwendigen Angaben zur Erkrankung, so beispielsweise Art und Dauer der Symptome sowie mögliche Vorerkrankungen.

Ihre Arbeit nach dem Jahreswechsel wieder aufgenommen haben die kommunalen Impfstellen im Landkreis Meißen. Impftermine mit dem Impfstoff Moderna können über das Serviceportal online gebucht werden. Eine Impfung ohne vorherige Terminbuchung ist jedoch ebenfalls möglich.

Die ersten sogenannten Corona-Spaziergänge haben in dieser Woche in vielen Städten und Gemeinden ebenfalls wieder stattgefunden. Eine größere Gruppe fand sich dabei nach Angaben der Polizei in der Stadt Radeburg zusammen.