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Kreis Meißen: 85 Prozent der Corona-Patienten im Krankenhaus sind ungeimpft

Der Anstieg der Inzidenz im Landkreis Meißen ist erst einmal wieder gestoppt. Bald dürfen auch Apotheker gegen Covid impfen.

Von Ulf Mallek
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Das Elblandklinikum Meißen. Hier liegen die meisten Covid-Patienten aus dem Landkreis Meißen. Die Inzidenz im Landkreis liegt am Freitag bei 405,2.
Das Elblandklinikum Meißen. Hier liegen die meisten Covid-Patienten aus dem Landkreis Meißen. Die Inzidenz im Landkreis liegt am Freitag bei 405,2. © Claudia Hübschmann

Meißen. Das war sie wohl noch nicht, die Trendwende. Die Inzidenzen im Landkreis Meißen sinken wieder. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen beträgt am Freitag 405,2 (Vortag: 419,8) Im Vergleich zum Donnerstag sind 98 weitere positiv getestete Personen hinzugekommen. Im Landkreis Meißen gibt es damit insgesamt bislang 45.736 positiv getestete Fälle, wobei gegenüber dem Vortag ein Fall korrigiert wurde. 1.900 positiv getestete Personen befinden sich gegenwärtig in behördlich angeordneter Quarantäne.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 148 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Von diesen Patienten sind 22 (ca. 15 Prozent) geimpft und 126 ungeimpft. 29 der hospitalisierten Personen werden auf der Intensivstation behandelt, von diesen sind vier Personen geimpft und 25 ungeimpft. Mit zwei weiteren verstorbenen Personen erhöht sich die Gesamtzahl der Todesfälle auf 861.

Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
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Die meisten aktiven Infektionen meldet das Gesundheitsamt für Meißen (281) vor Radebeul (263) und Riesa (186). Danach folgen Coswig (160), Weinböhla (119), Nossen (95) und Klipphausen (94). Die wenigsten Infektionen gab es in Priestewitz (9), Hirschstein (13) und Strehla (19).

Die höchste Inzidenz unter den Gemeinden im Landkreis hat Niederau (958) vor Käbschütztal (726) und Meißen (618). (Stand 6. Januar 2022).

Boostern jetzt auch für Jugendliche

In den staatlichen Impfpunkten, die im Landkreis Meißen durch das DRK betrieben werden, sind jetzt Boosterimpfungen für 12- bis 17-Jährige möglich, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Grundlage ist die aktualisierte Empfehlung der Sächsischen Impfkommission zum Jahresbeginn. Die Booster-Impfung ist frühestens drei Monate nach der Grundimmunisierung möglich. In den kommunalen Impfstellen des Landkreises Meißen werden aktuell nur Personen über 18 Jahre geimpft. Termine sowohl für die staatlichen als auch für die kommunalen Impfstellen können über das Terminvergabeportal des DRK gebucht werden.

Demnächst können auch geschulte Apotheker gegen Covid-19 impfen. Diese Möglichkeit wurde durch eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes eröffnet. Die Bundesapothekerkammer hat dazu eine einheitliche Fortbildung gestartet. Mit den ersten Corona-Impfungen in Apotheken wird für Februar gerechnet. Thomas Benkert, Präsident der Bundesapothekerkammer: „Die Schulung der Apotheker ist die wichtigste Voraussetzung für die Impfungen in Apotheken. Andere Aspekte müssen noch geklärt werden, zum Beispiel das Meldeverfahren für die Impfungen an das RKI und der Bezug der Impfstoffe, die in Apotheken verimpft werden können. Daran arbeiten wir mit Hochdruck.“