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Landkreis Meißen nähert sich einer Inzidenz von 3.000

Die Region bleibt bundesweit Inzidenz-Spitzenreiter. Von allen Corona-Patienten aus dem Kreis Meißen im Krankenhaus sind 186 ungeimpft und 29 geimpft.

Von Ulf Mallek
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An diesem Modegeschäft ist ein Schild mit der Aufschrift "2G-Regel. Bitte halten Sie Ihren Impfnachweis/Genesenennachweis und Personalausweis bereit!". Die Namens-Kontrolle ist noch nicht üblich. Im Kreis Meißen erreicht die Inzidenz am Mittwoch 2.897,
An diesem Modegeschäft ist ein Schild mit der Aufschrift "2G-Regel. Bitte halten Sie Ihren Impfnachweis/Genesenennachweis und Personalausweis bereit!". Die Namens-Kontrolle ist noch nicht üblich. Im Kreis Meißen erreicht die Inzidenz am Mittwoch 2.897, © Arne Dedert/dpa

Meißen. Mit klarem Vorsprung hält der Landkreis Meißen bei den Inzidenzzahlen bundesweit den ersten Platz in der Negativ-Top-Ten. Das Robert Koch-Institut meldet am Mittwoch einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 2.897,6 (Vortag: 2.380,9). Gegenüber Dienstag sind 803 weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen hinzugekommen. Mit im Vergleich zum Vortag sechs korrigierten Fällen gibt es im Landkreis Meißen seit Beginn der Pandemie 38.292 positiv getestete Fälle. Davon befinden sich gegenwärtig 9.577 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne, ebenso sechs Kontaktpersonen.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 215 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon sind 29 Personen geimpft und 186 ungeimpft. 62 der hospitalisierten Patienten werden auf der Intensivstation behandelt, wobei sechs Personen geimpft und 56 ungeimpft sind. Insgesamt sind bislang 752 Personen verstorben. Das sind drei weitere Todesfälle gegenüber dem Vortag.

Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
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Foto: Gesundheitsamt Meißen
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Die meisten aktiven Infektionen meldet das Gesundheitsamt für Riesa (1.119). Dahinter folgen Radebeul (1.098), Meißen (970) und Großenhain (804). Am anderen Ende liegen Hirschstein mit 79 aktiven Infektionen sowie Käbschütztal (94) und Diera-Zehren (94). Die meisten Sterbefälle seit Pandemiebeginn gab es in Riesa, wo laut Gesundheitsamt mittlerweile 137 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion verstorben sind. Dahinter liegen Radebeul (111) und Meißen (99). Die höchste Inzidenz unter den Kommunen erreicht Ebersbach (3.853,3) vor Niederau (3.635,5) und Thiendorf (3.512,5). Den geringsten Wert weist Diera-Zehren auf (1.613,9). (Stand 6. Dezember 2021)

Kein Anruf vom Gesundheitsamt mehr

Die extrem hohen Inzidenzzahlen fordern auch von den Ämtern ihren Tribut. Die Erfassung der Corona-Fälle kam ins Stocken. Doch immerhin: Der Stau im Gesundheitsamt ist erst mal abgearbeitet, meldet das Landratsamt am Mittwoch. Die Nacherfassung von Fällen aus den letzten Tagen ist daher nahezu abgeschlossen. Durch technische Systemumstellung waren eine vereinfachte Eingabe und Aufarbeitung möglich. Damit spiegeln die täglichen Zuwachszahlen jetzt die reelle Corona-Situation im Landkreis wider.

In den nächsten Tagen werden durch das Gesundheitsamt noch Absonderungs­informationen an positiv getestete Personen aus dem Zeitraum vor dem 30. November versandt. Nur noch die positiv getestete Person selbst erhält die Absonderungs­information. Die Hausstandsangehörigen müssen sich nach der 21. Allgemeinverfügung – sie gilt wie ein Bescheid – eigenverantwortlich und ohne Anordnung des Gesundheitsamtes in Quarantäne begeben. Die Verfügung ist auf der Website des Landkreises unter Aktuelles – Bekanntmachungen zu finden.

Auch ein bislang üblicher Anruf des Gesundheitsamtes erfolgt nicht mehr. Die Absonderungs­information erhalten die Betroffenen nur noch schriftlich. Die Absonderungszeit beginnt ab dem Tag nach dem ersten positiven Test. Bei einem Selbsttest ist das dem Gesundheitsamt mitzuteilen (E-Mail: [email protected]). Danach ist unmittelbar im Anschluss ein PCR-Test nötig.