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Inzidenzen im Kreis Meißen sinken den zweiten Tag in Folge

Dennoch bleibt der Landkreis Meißen bundesweit an der Spitze. Das Impfen für Kinder beginnt am Montag in den Hausarztpraxen - wenn Impfstoff da ist.

Von Ulf Mallek
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Eine Assistentin zieht eine Dosis des Impfstoffes von Biontech/Pfizer auf. Ab Montag soll in Sachsen das Impfen von kleineren Kindern starten. Zunächst auch im Landkreis Meißen bei den Haus- und Kinderärzten.
Eine Assistentin zieht eine Dosis des Impfstoffes von Biontech/Pfizer auf. Ab Montag soll in Sachsen das Impfen von kleineren Kindern starten. Zunächst auch im Landkreis Meißen bei den Haus- und Kinderärzten. © Marijan Murat/dpa

Meißen. Der Landkreis Meißen hält sich an der bundesweiten Spitze der Corona-Inzidenz-Charts, aber die Zahlen steigen nicht mehr an und sinken sogar den zweiten Tag in Folge. Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 2.517,4 (Vortag: 2.750,3). Im Vergleich zum Donnerstag sind im Landkreis Meißen 560 weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen registriert worden. Der am Donnerstag durch das Robert-Koch-Institut zunächst gegen 10 Uhr gemeldete Inzidenz-Wert von 2.514,9 wurde im Lauf des Tages durch spätere Übermittlungen korrigiert. Der korrekte Wert lautete 2.750,3. Mit neun korrigierten Fällen gegenüber gestern gibt es im Landkreis Meißen bislang insgesamt 39.401 positiv getestete Fälle. Davon befinden sich 9.779 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 207 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon werden 59 Patienten auf der Intensivstation behandelt. Von den 207 hospitalisierten Personen sind 28 geimpft und 179 ungeimpft, bei den ITS-erfassten Personen sind fünf geimpft und 54 ungeimpft. Mit vier weiteren verstorbenen Personen erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf 761.

Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
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Die meisten aktiven Infektionen meldet das Gesundheitsamt für Riesa (1.138). Dahinter folgen Radebeul (1.108), Meißen (974) und Großenhain (822). Am anderen Ende liegen Hirschstein mit 90 aktiven Infektionen sowie Käbschütztal (101) und Diera-Zehren (111). Die meisten Sterbefälle seit Pandemiebeginn gab es in Riesa, wo laut Gesundheitsamt mittlerweile 138 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion verstorben sind. Dahinter liegen Radebeul (112) und Meißen (102).

Wie das Landratsamt weiter mitteilte, wird das Impfen von kleineren Kindern (5-11 Jahre) vorerst in den Kinder- bzw. Hausarztpraxen stattfinden. Die dazu benötigten Prüfvorgänge sowie die umfangreichen Beratungen können in den Impfstellen noch nicht geleistet werden. Zur Verfügbarkeit der Impfstoffe liegen dem Amt keine Erkenntnisse vor. Sie sollen ab Montag bereitgestellt werden. Mehr Informationen: Coronavirus - infektionsschutz.de.

Nebenniere Ursache von Long-Covid?

Das Sars-Cov-2-Virus greift gezielt die Nebenniere an. Das ist das Ergebnis einer neuen wissenschaftlichen Arbeit, an denen Forscher der Medizinischen Fakultät der TU Dresden beteiligt waren. Die Forscher werteten Daten von 40 Patienten aus, die am und mit dem Coronavirus verstorben sind. Die pathologische Untersuchung der Gewebeproben lieferte eindeutige Anzeichen von Nebennierenentzündungen, so die TU in einer Mitteilung. In den Bereichen der Nebenniere, in denen das Virus nachgewiesen werden konnte, fanden die Forscher zudem Anzeichen für Zellschädigung bis hin zu abgestorbenen Zellarealen. Inwieweit diese Veränderungen direkt zur Nebenniereninsuffizienz beitragen, die bei einigen Patienten mit Covid beobachtet wurde, oder gar zu Long-Covid führen, bleibt unklar. Dieser Frage muss in weiteren großen klinischen Studien nachgegangen werden.