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Sechs weitere Corona-Tote im Landkreis Meißen

Der Kreis Meißen steigt auf Platz sieben in der bundesweiten Corona-Liste. Die Polizei meldet eine erhöhte Anzahl von Protest-Spaziergängen.

Von Ulf Mallek
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Auch solche Proteste gegen die Corona-Proteste gibt es. Immerhin, es geht mit der Impfquote im Landkreis Meißen langsam voran. Sie liegt jetzt bei 55,2 Prozent.
Auch solche Proteste gegen die Corona-Proteste gibt es. Immerhin, es geht mit der Impfquote im Landkreis Meißen langsam voran. Sie liegt jetzt bei 55,2 Prozent. © Stefan Sauer/dpa

Meißen. Jetzt ist Meißen wieder Siebenter. Der Landkreis rückte am Donnerstag in der bundesweiten Corona-Hitliste vier Plätze weiter nach oben, bei etwa gleichbleibender Inzidenz. Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag für den Landkreis Meißen einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 1.078,3 (Vortag: 1.084,6). Im Vergleich zu Mittwoch sind 503 weitere positiv getestete Personen hinzugekommen. Im Landkreis Meißen gibt es damit bislang 41.532 positiv getestete Fälle, wobei gegenüber dem Vortag 15 Fälle korrigiert worden sind. 8.354 positiv getestete Personen halten sich gegenwärtig in behördlich angeordneter Quarantäne auf.

„Damit ist ein Rückgang der Fallzahlen zu verzeichnen, auch wenn das Infektionsniveau weiterhin hoch ist“, so die Leiterin des Meißner Gesundheitsamtes Simone Bertuleit im Krisenstab. „Der Hauptteil der Infektionen ist nach wie vor in den Altersgruppen der 15- bis 59-Jährigen zu beobachten.“

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 204 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon werden 36 auf der Intensivstation behandelt. Von den 204 hospitalisierten Personen sind 27 geimpft und 177 ungeimpft, bei den ITS-erfassten Personen sind zwei geimpft und 34 ungeimpft. Mit sechs weiteren verstorbenen Personen erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 785.

Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
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Die meisten aktiven Infektionen meldet das Gesundheitsamt jetzt für Radebeul (973). Danach folgen Riesa (925), Meißen (862), Großenhain (660) und Coswig (606). Am anderen Ende liegt Strehla mit 77 aktiven Infektionen vor Hirschstein (78) und Stauchitz (102). Die meisten Sterbefälle seit Pandemiebeginn gab es in Riesa, wo laut Gesundheitsamt mittlerweile 141 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion verstorben sind. Dahinter liegen Radebeul (115) und Meißen (105). Die höchste Inzidenz unter den Kommunen im Landkreis hat Schönfeld/Lampertswalde (2.290,6) vor Thiendorf (2.018,3) und Niederau (1.940,6). (Stand: 14. Dezember 2021)

Die Hälfte aller Stationen geschlossen

Die Elblandkliniken haben wegen der Corona-Welle bereits seit Anfang November ihren normalen OP-Betrieb eingeschränkt, teilte das Krankenhaus mit. Zahlreiche OPs mussten bereits abgesagt oder verschoben werden. Eine genaue Zahl können die Elblandkliniken nicht nennen. Von den Absagen und Verschiebungen sind alle Fachgebiete in den Elblandkliniken betroffen, insbesondere aber die chirurgischen Fächer. Auch in den konservativen Fachabteilungen (u.a. Innere Medizin, Neurologie, Gastroenterologie) sind Behandlungen verschoben worden.

Zudem mussten die Elblandkliniken bereits 13 Stationen schließen oder für Covid-Patienten neu einrichten. Das betrifft in Meißen fünf Stationen sowie in Radebeul und Riesa jeweils vier. Damit ist etwa die Hälfte aller Stationen an den einzelnen Standorten geschlossen worden. Das Nachholen bereits verschobener OPs, so die Elblandkliniken, ist in der Pandemie sehr schwierig. Der Vorstand der Elblandkliniken Rainer Zugehör sprach von einer leicht entspannteren Situation in den Elblandkliniken.

Thema im Krisenstab waren die neuen kommunalen Impfstellen im Landkreis Meißen. 70 Ärzte und 45 Krankenschwestern sind für den Betrieb der Stellen im Einsatz. Am Freitag startet die Impfstelle im Krokofit in Radebeul, am kommenden Dienstag geht dann auch die Impfstelle im Riesenhügel in Riesa in Betrieb. In Coswig und Großenhain wird bereits geimpft. Termine gibt es hier.

Die Polizei gab einen Überblick über die zunehmende Zahl der sogenannten Spaziergänge im Landkreis. So waren in dieser Woche in allen fünf Großen Kreisstädten Versammlungen, teilweise mit bis zu 300 Teilnehmenden, zu verzeichnen. Die Polizei hat die Spaziergänge beendet oder begleitet, Personalien aufgenommen und erste Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Das Gesundheitsamt hat die Statistik für die geimpften und ungeimpften Patienten des Landkreises Meißen auf Intensivstationen korrigiert. Im Schnitt sind nach wie vor etwa 90 Prozent ungeimpft.