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Corona: Ansturm bei Impfaktion in Schmiedeberg

Eine Stunde vor Beginn warteten die ersten Impfwilligen am Dienstag vor der Arztpraxis. Sie kamen bis aus Dresden.

Von Franz Herz
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Dr. Annelie Öhlschläger (v.r.), Dr. Andreas Preusche und Schwester Peggy Hegewald haben mit ihren Kolleginnen am Dienstag 165 Corona-Impfungen verabreicht.
Dr. Annelie Öhlschläger (v.r.), Dr. Andreas Preusche und Schwester Peggy Hegewald haben mit ihren Kolleginnen am Dienstag 165 Corona-Impfungen verabreicht. © Karl-Ludwig Oberthür

Bereits um acht Uhr standen am Dienstagmorgen die ersten Impfwilligen vor der Tür der Schmiedeberger Arztpraxis von Dr. Annelie Öhlschläger und Dr. Andreas Preusche. „Das war aber noch zu früh. Um diese Zeit hatten wir noch unsere Akutsprechstunde. Die warteten aber alle geduldig und kamen dann um 9 Uhr, als unsere Impfaktion begann, gleich als Erste dran“, berichtet Preusche.

Booster-Impfungen im Minutentakt

Es ging dann im Minutentakt für die beiden Ärzte und ihre Mitarbeiterinnen. In eineinhalb Stunden hatten 90 Impfwillige ihre Auffrischungsimpfung. „Wir hatten am Dienstag fast alles Booster-Impfungen, nur einige wenige Erstimpfungen“, sagt Preusche.

Patienten kamen aus Dresden, Bärenstein oder Reichenau

Teilweise sind Patienten der Praxis gekommen, teilweise aber auch welche, die sonst bei anderen Ärzten sind, aus Dresden, aus Bärenstein oder wie eine 76-Jährige aus Reichenau. Sie sagt: „Ich bin so froh, dass es diese Möglichkeit in Schmiedeberg gibt. Meine erste Impfung hatte ich am April im Impfzentrum in Pirna. Aber von Reichenau bis Pirna, das sind hundert Kilometer Fahrt. Da liegt Schmiedeberg doch viel günstiger.“

Für sie als Krebspatientin war es keine Frage, so schnell wie möglich die dritte Impfung zu holen. Aber sie weiß, dass es darum auch ganz andere Diskussion gibt, sogar in ihrer eigenen Familie. Deswegen will sie auch ihren Namen nicht in der Zeitung lesen. Der Ablauf in Schmiedeberg hat ihr imponiert. „Das ging ganz schnell. Aber die Schwester hat mir gesagt, dass ich Glück hatte, weil ich etwas später kam, als der größte Andrang schon vorbei war“, erzählt sie.

Gespannt auf die Nachfrage am Buß- und Bettag

In der Früh war der Hauptansturm. „Da mussten die Leute schon mal eine halbe Stunde warten. Danach wurde es aber ruhiger“, sagt der Arzt. Als er und seine Kollegin mittags fertig waren, machten sie sich noch auf den Weg, um in Heime in Dippoldiswalde Boosterimpfungen zu bringen. Die DRK-Heime „Am Taubenberg“ und „Am Heidepark“ waren das Ziel. Insgesamt zählte er am Ende des Tages 165 Impfungen.

Nun ist Preusche gespannt darauf, wie die Nachfrage am Mittwoch, dem Buß- und Bettag, sein wird. Dann öffnet er die Praxis schon ab 8 Uhr für die Impfwilligen. Denn an diesem Tag hat er ja keine Akutsprechstunde. „Wie das wird, weiß ich auch nicht“, sagt er.

Weitere Impftermine sind dann noch am Mittwoch, dem 24. November, und Mittwoch, dem 1. Dezember. „Danach sehen wir, wie die Nachfrage noch ist, und entscheiden weiter“, sagt Preusche.