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Corona: Appell vom Görlitzer Landrat zum Durchhalten

Die Neuinfektionen sinken, die britische Mutante ist selten, aber wieder sechs Tote - alle Zahlen zur Pandemie im Kreis Görlitz.

Zwar liegen weniger Corona-Patienten als vor einer Woche in den Kliniken im Landkreis, die Zahl der besonders schweren Fälle sinkt aber nur langsam.
Zwar liegen weniger Corona-Patienten als vor einer Woche in den Kliniken im Landkreis, die Zahl der besonders schweren Fälle sinkt aber nur langsam. © dpa/Robert Michael

Landrat Bernd Lange hat sich zum wiederholten Mal mit einer Videobotschaft an die Bevölkerung gewandt und den Einwohnern für das Einhalten der Regeln gedankt sowie den Mitarbeitern der Krankenhäuser und der Pflegeeinrichtungen für ihren Einsatz. Nur so sei es gelungen, die Inzidenz von 700 zu Weihnachten auf jetzt zwischen 60 und 70 zu drücken.

Er zeigte Verständnis dafür, dass bei dem vorfrühlingshaften Wetter die Sehnsucht wachse, die Maske abzunehmen und einen lieben Menschen in den Arm zu nehmen. Zugleich appellierte Lange aber, dieser Sehnsucht noch nicht nachzugeben. "Ich habe die Bitte, halten Sie die Regeln auch bei diesen Inzidenzwerten ein, damit wir unsere volle Freiheit wiedergewinnen können. Bitte seien Sie weiterhin vorsichtig im Umgang mit Kontakten."

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Ab sofort werden im Impfzentrum Löbau auch Personen der zweithöchsten Priorisierungsstufe mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca geimpft, die 18 bis 64 Jahre alt sind. Dazu zählen auch Personen, die in Kitas, Kindertagespflege, Grund- und Förderschulen tätig sind. Zuvor hatte der Bund seine Impfordnung geändert. Die Termine können online unter sachsen.impfterminvergabe.de oder telefonisch unter 0800 0899089 gebucht werden.

Britische Mutante im Kreis bislang vergleichsweise selten

Derweil nähern sich die Angaben zur 7-Tage-Inzidenz vom Kreis-Gesundheitsamt und dem Robert-Koch-Institut wieder an. Dem RKI zufolge lag der Wert Donnerstagfrüh bei 64, der Kreis gab sie am Mittag mit 68 an. Während sie bei der Berliner Behörde leicht stieg, sank sie beim Kreis.

Denn Labore und Praxen haben dem Kreis-Gesundheitsamt weniger Neuinfektionen als noch vor einer Woche gemeldet. Waren es am Donnerstag vergangener Woche 30 Fälle, so sind es an diesem Donnerstag nur 21, darunter vier Kinder. Derzeit befinden sich 202 Personen mit positivem Corona-Test zu Hause in Quarantäne.

Dass die Inzidenz im Landkreis Görlitz stagniert bis leicht sinkt, führt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer darauf zurück, dass die ansteckendere britische Mutation im Kreis Görlitz weniger verbreitet ist als andernorts.

Bislang wurde bei 15 Personen die Mutation nachgewiesen, die ersten beiden Fälle waren am 30. Januar festgestellt worden. Unter den Neuinfektionen vom Donnerstag waren zwei weitere Personen, die sich mit diesem neuen Typ angesteckt haben.

Auch wieder sechs Tote gemeldet

67 Menschen werden aktuell stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt. Das sind so wenige wie seit Anfang November nicht mehr. Zwölf von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung, sechs werden beatmet.

Nach Angaben des Kreises sind sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion im Zeitraum vom 12. bis 20. Februar zu verzeichnen. Es handelt sich um vier Frauen und zwei Männer im Alter von 65 bis 90 Jahren. Sie stammen aus Görlitz (3), Oderwitz, Weißwasser und Zittau (je einer). Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Verstorbenen im Landkreis Görlitz auf 933.

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