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Radeberger Praxen vergeben Impftermine selbst

Innerhalb eines Pilotprojektes wurde auch an drei Arztpraxen in Radeberg Corona-Impfstoff ausgeliefert. Wie die Impfungen nun ablaufen sollen.

Spätestens ab Montag wird in drei Arztpraxen in Radeberg gegen das Coronavirus geimpft.
Spätestens ab Montag wird in drei Arztpraxen in Radeberg gegen das Coronavirus geimpft. © Eric Weser

Dresden/Radeberg. Die Corona-Schutzimpfungen bei niedergelassenen Ärzten beginnen spätestens am Montag. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen KVS, Dr. Klaus Heckemann. „Die Ärzte haben am Donnerstag den Impfstoff bekommen, einige haben sicher gleich mit dem Impfen begonnen, andere werden spätestens am Montag damit anfangen, es gibt keinen einheitlichen Start.“

In ganz Sachsen wurde der Impfstoff an insgesamt 39 Praxen ausgeliefert. Drei davon befinden sich in Radeberg. Pro Arzt konnten bis zu 600 Dosen bestellt werden. „Der Großteil der Lieferungen lag etwa bei 200 Dosen.“ Die Anmeldung für die Corona-Schutzimpfungen bei Ärzten erfolgt ausschließlich über die Mediziner selber. „Sie vergeben die Termine an ihre Patienten unter Berücksichtigung der Priorisierungsbestimmungen“, sagt Klaus Heckemann.

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Allerdings sollten die Ärzte nicht nur eigene Patienten impfen, sondern alle betreffenden Personen aus ihrem Einzugsgebiet. Zunächst war noch davon die Rede, dass Termine auch über die Impfhotline und online vergeben werden. „Das ist nicht so.“

Die 39 Praxen haben den Impfstoff innerhalb eines Pilotprojektes erhalten. Die allgemeine Zulassung von Ärzten für Corona-Schutzimpfungen soll voraussichtlich Mitte April erfolgen. „Wir würden uns wünschen, dass schnell alle Ärzte über den Impfstoff verfügen können, aber es sind nicht genügend Dosen vorhanden.“

Radeberg ist mit den drei Ärzten sehr gut vertreten. „Damit kann es gelingen, schnell einem hohen Anteil der Bürger das Vakzin zu verabreichen und sie somit vor einer Erkrankung zu schützen. So wird auch die Ausbreitung von Corona weiter eingedämmt“, sagte der Radeberger OB Gerhard Lemm (SPD).

Er hatte selbst maßgeblich zum Zustandekommen beigetragen. Nach einem ähnlichen Pilotprojekt in Mecklenburg-Vorpommern wandte er sich nach eigenen Angaben an das Sozialministerium und Ministerin Petra Köpping. Bei ihr stieß der Vorschlag auf Zustimmung. Außerdem wird in Radeberg ein Testzentrum eingerichtet. Dort können sich alle Einwohner von Radeberg, Ottendorf-Okrilla, Wachau und Arnsdorf mindestens einmal pro Woche kostenlos einem Schnelltest unterziehen“, so der OB. (SZ/td)

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