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Corona-Ausbruch in Dresdner Altenheim

Eine Frau hatte Anfang der Woche Symptome gezeigt. Inzwischen hat sich das Virus ausgebreitet.

In einem Dresdner Pflegeheim sind mehrere Bewohner und Mitarbeiter infiziert.
In einem Dresdner Pflegeheim sind mehrere Bewohner und Mitarbeiter infiziert. © Daniel Bockwoldt/dpa (Symbolfoto)

Dresden. Zunächst hieß es, die Frau habe nur Kontakt zu einzelnen Bewohnern und Pflegern gehabt. Mittlerweile ist klar, dass eine Pflegeheim-Bewohnerin im Dresdner Stadtteil Striesen deutlich mehr Menschen mit dem Coronavirus angesteckt hat als gedacht.

Die Stadtverwaltung bestätigte am Freitagmittag auf SZ-Anfrage einen Ausbruch in dem besagten Heim. Bei 13 Bewohnern und Mitarbeitern sei Sars-Cov-2 nachgewiesen worden, so Stadtsprecher Karl Schuricht. Dies erkläre auch den vergleichsweise hohen Anstieg bei den Neu-Infektionen in Dresden am Freitag.

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Die Pflegeheim-Bewohnerin liege aktuell im Krankenhaus, hieß es am Montag. Offenbar wurde die Infektion erst dort festgestellt. Die Klinik informierte schließlich das Gesundheitsamt über den Corona-Befund. Die Behörde ging davon aus, dass die Frau nur in ihrem Wohnbereich zu einzelnen anderen Bewohnern und zum Pflegepersonal Kontakt hatte. Die Kontaktnachverfolgung dauere aber noch an. Das Gesundheitsamt werde Tests der Kontaktpersonen veranlassen.

Bisher nur wenige Ausbrüche in Dresdner Altenheimen

Größere Ausbrüche in Dresdner Altenpflegeheimen gab es seit Beginn der Pandemie nur wenige. Ende April gab es in Dresdner Altenheimen zehn Corona-Fälle. Nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums waren damals zwei Einrichtungen betroffen und darin drei Mitarbeiter und sieben Bewohner. 

Eines der Heime war die Dresdener Seniorenresidenz "In der Alten Mälzerei", das mit Umsetzung eines umfangreichen Isolations- und Quarantänekonzeptes begann. Die Einrichtung veranlasste in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der zuständigen Heimaufsicht zusätzliche Tests. Dabei wurden weitere Senioren als Coronavirus-Träger identifiziert. In einem Wohnbereich wurden daraufhin Isolationsschleusen und Desinfektionsbereiche eingerichtet. Die positiv getesteten Bewohner blieben alle auf ihren Zimmern, wurden engmaschig beobachtet und betreut.

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