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Bautzen: Alarmstufe rot für den Handel

Am Kornmarkt-Center haben sich am Montagabend Gewerbetreibende im Rahmen einer bundesweiten Aktion versammelt – mit einer klaren Forderung.

Kornmarktcenter-Manager Christian Polkow (vorn links) und einige Händler aus Bautzen beteiligten sich am Montagabend an einer bundesweiten Aktion, um auf die Not des Einzelhandels aufmerksam zu machen.
Kornmarktcenter-Manager Christian Polkow (vorn links) und einige Händler aus Bautzen beteiligten sich am Montagabend an einer bundesweiten Aktion, um auf die Not des Einzelhandels aufmerksam zu machen. © Steffen Unger

Bautzen. Am Kornmarkt-Center haben Bautzener Händler am Montagabend auf ihre schwierige Lage aufmerksam gemacht, um für die Wiederöffnung ihrer Geschäfte ab dem 8. März werben. Center-Manager Christian Polkow erklärte: „Wir haben keine große Versammlung geplant, sondern wollten mit der Kulisse und den Betroffenen aus Bautzen ein Zeichen setzen, dass die Akteure in den Innenstädten dringend Perspektiven brauchen.“

Dazu wurde der Ost-Eingang des Centers im Rahmen einer bundesweiten Aktion ab 18 Uhr rot beleuchtet. Einige Vertreter der Bautzener Gewerbetreibenden waren dort präsent. „Wir haben einige wenige Händler aus dem Center und der Innenstadt angesprochen, um der Kampagne für Bautzen ein Gesicht zu geben.“ Die Aktion gehört zu „Das Leben gehört ins Zentrum“, einer bundesweiten Initiative, die von verschiedenen Handelsketten wie Thalia, Deichmann, Breuninger oder Kornmarktcenter-Betreiber ECE ins Leben gerufen wurde, um die Innenstädte zu fördern.

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Händler wollen Öffnungsperspektive

In Bautzen waren etwa Vertreter aus dem Werbebeirat des Centers und des Innenstadtvereins dabei. „Aufgrund der aktuell geltenden sächsischen Corona-Schutzverordnung haben wir den Kreis bewusst klein gehalten, wollen aber gerne durch einige Gesichter zeigen, dass es um Menschen und Schicksale beim drohenden Ladensterben geht“, sagt Christian Polkow. Im Rahmen der Kampagne gebe es kein spezielles Bautzener Ziel. „Wichtig sind eine klare, realistische und kurzfristige Öffnungsperspektive sowie schnelle und effektive Hilfen.“

Zahlreiche Studien würden belegen, dass der Einzelhandel kein Infektionstreiber sei. Zudem hätten die Geschäfte und Center bereits im vergangenen Jahr umfangreiche Hygiene- und Präventionskonzepte eingeführt, die weiterhin konsequent umgesetzt werden sollen.

Centermanager: Click & Meet bringt zu wenig Umsatz

Die bisherigen Vorschläge der Politik hält Christian Polkow indes für wenig sinnvoll. „Die aktuell diskutierten Click & Meet-Angebote oder vergleichbare Ideen sind keine Alternative. Die Kosten für Personal und Ladenbetrieb sind zumeist höher als die Umsätze, sodass derartige Angebote die aktuellen Verluste nur weiter erhöhen würden.“

Die Kampagne beschränke sich nicht auf den Handel, sondern schließe alle Gewerbetreibenden und Kulturschaffenden in den Innenstädten ein. Zwar gehe es vor allem um die schnelle Wiederöffnung des Handels mit entsprechenden Hygienekonzepten, aber diese Forderungen würden Gastronomie, Handwerk, Hotellerie, Entertainment, Sportangebote und Kultureinrichtungen ebenso betreffen. Auch der Bautzener Stadtrat hat in der vergangenen Woche die sofortige Öffnung des Handels gefordert.

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