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Corona: Britischer Virus-Typ breitet sich im Kreis Görlitz aus

Übers Wochenende wurden 16 neue Fälle der Mutation festgestellt. Nun steigen auch wieder die Zahlen der Neuinfektionen und die Inzidenz.

Die Labore stellen bei Corona-Tests im Landkreis Görlitz nun doch gehäuft die britische Mutation des Coronavirus fest.
Die Labore stellen bei Corona-Tests im Landkreis Görlitz nun doch gehäuft die britische Mutation des Coronavirus fest. © Symbolbild: Andreas Arnold/dpa

Die britische Mutation des Coronavirus, die ansteckender als der Wildtyp ist, setzt sich jetzt auch im Landkreis Görlitz immer stärker durch.

Übers Wochenende wurde bei 16 positiven Corona-Tests die britische Variante nachgewiesen. Da nur ein Bruchteil der positiven Tests auf die Mutation geprüft wird, dürfte ihr Anteil weitaus größer sein, als es die offiziellen Zahlen nahelegen.

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Um einen genaueren Überblick über das Auftreten und die Verbreitung der Mutationen zu erhalten, wird ab diesem Montag das Uniklinikum Dresden 150 Tests aus Sachsen, Tschechien und Polen sammeln und darauf untersuchen. Das Bundesgesundheitsministerium fördert diese Sequenzierung von Coronavirus-Mutationen mit 500.000 Euro. Diese zusätzlichen Untersuchungen hatten die Ministerpräsidenten von Bayern und Sachsen, Markus Söder und Michael Kretschmer, vergangene Woche angeregt. Bayern soll nun demnächst in das Programm aufgenommen werden.

Deutlich mehr Neuinfektionen als vor einer Woche

Dem Kreis-Gesundheitsamt sind am Sonnabend und Sonntag von den Laboren und Praxen zusammen 59 Neuinfektionen, darunter von 16 Kindern, gemeldet worden. Das waren 12 mehr als am Wochenende vor einer Woche. Die vom Landkreis berechnete 7-Tage-Inzidenz liegt bei 82, das Robert-Koch-Institut gab die Inzidenz am Sonntagmorgen mit 61 überraschend niedrig an. Die Unterschiede in den Zahlen führt der Landkreis auf unterschiedliche Zeitpunkte der Auswertung zurück.

Derzeit befinden sich 248 Einwohner des Kreises nach einem positiven Corona-Test zu Hause in Quarantäne. Weitere 467 Kontaktpersonen der 1. Kategorie, meist Familienangehörige oder nahe Arbeitskollegen, müssen sich ebenfalls zu Hause aufhalten.

Stabil ist hingegen die Lage in den Krankenhäusern im Landkreis. Dort befinden sich nur 53 Corona-Patienten auf den Stationen. Acht von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung, sechs davon werden nach Angaben des bundesweiten Intensivregisters Divi beatmet.

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