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Sachsen verlegt Corona-Patienten nach Halle

Die Kapazitäten in Sachsens Krankenhäusern bleiben knapp. Der Freistaat nutzt nun auch Angebote aus anderen Bundesländern.

Mehr als 3.300 Menschen werden in Sachsen wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt.
Mehr als 3.300 Menschen werden in Sachsen wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt. © dpa/Frank Molter (Symbolfoto)

Dresden. Wegen der angespannten Lage in Sachsens Krankenhäusern nutzt der Freistaat nun auch die Möglichkeit, Patienten mit Covid-19 in andere Bundesländer zu verlegen. Bisher seien etwa 30 Patienten nach Halle transportiert worden, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Montag.

30 Patienten können bei Bedarf auch in Krankenhäuser nach Thüringen gebracht werden, zehn in Mecklenburg-Vorpommern. Es gebe auch Angebote anderer Bundesländer, sagte Köpping. Man wolle weite Transporte aber möglichst vermeiden.

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Derzeit müssen in Sachsen 3.332 Menschen mit Covid-19 in einem Krankenhaus behandelt werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums liegen 616 von ihnen auf der Intensivstation. 463 Betten auf der Normal- und 63 auf der Intensivstation sind derzeit noch frei, so Köpping. „Wir wissen, dass wir schon sehr stark ausgelastet sind.“ Aus heutiger Sicht gebe es das Signal, dass die Kapazitäten ausreichen.

In Sachsen wird die Behandlung von Corona-Patienten zentral koordiniert. Die Universitätskliniken in Dresden und Leipzig sowie das Klinikum Chemnitz überwachen rund um die Uhr die Kapazitäten der Krankenhäuser der jeweiligen Region. So können Engpässe frühzeitig erkannt und dann schnell reagiert werden. Patienten aus der Chemnitzer Region wurden nach Leipzig verlegt, ebenso gab es bereits Verlegungen aus Ostsachsen nach Dresden.

Wegen der angespannten Corona-Lage in vielen Kliniken bat Köpping niedergelassene Mediziner, ihre Arztpraxen über die bevorstehenden Feiertage geöffnet zu lassen. "Ich bitte wirklich die niedergelassenen Ärzte aller Fachrichtungen, auf ihren wohlverdienten Weihnachtsurlaub zu verzichten und uns zu unterstützen." Mit diesem solidarischen Beitrag könnten die Notfallzentren und Kliniken unterstützt werden. "Nicht jeder, der Beschwerden hat, die vielleicht gar nichts mit Corona zu tun haben, soll die Notfallzentren um die Feiertage herum aufsuchen. Wer kein Notfall ist, muss da nicht hin, sondern soll in die Arztpraxis gehen", so Köpping weiter.

Viele Ärzte hätten schon Bereitschaft suggeriert, länger zu öffnen. Auch die Bereitschaftsdienste über die Feiertage seien weitestgehend abgesichert, sagte Köpping. Es werden auch mehr Ärzte im Einsatz sein als in den vergangenen Jahren. (mit dpa)

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