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Das ist die aktuelle Corona-Lage in Sachsen

Neue Corona-Regeln, alle Impfstandorte für Sachsen bekanntgegeben, Probleme bei Maskenverteilung und Friseure am Limit. Ein Überblick zur Corona-Lage.

Von Erik-Holm Langhof
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Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, hat heute in der Kabinetts-Pressekonferenz die neusten Informationen zur Coronavirus-Lage im Freistaat gegeben.
Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, hat heute in der Kabinetts-Pressekonferenz die neusten Informationen zur Coronavirus-Lage im Freistaat gegeben. ©  Archiv/dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Sachsen hat am Dienstag seine Corona-Schutzverordnung noch einmal verschärft. Das Kabinett passte auf seiner Sitzung die sächsische Verordnung nach den bundeseinheitlichen Regeln an. Demnach müssen Friseure von Mittwoch an schließen, zudem wird die geplante Lockerung für Familientreffen in den Weihnachtstagen eingeschränkt, teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping mit. Die Änderungen waren nach den Beratungen von Bund und Ländern am Sonntag nötig geworden.

Von Mittwoch an gilt in Deutschland bis voraussichtlich zum 10. Januar ein harter Lockdown. Die Regeln für Sachsen im Überblick:

  • Private Treffen sind weiterhin auf den eigenen und einen weiteren Haushalt begrenzt. Es dürfen höchstens fünf Personen zusammenkommen. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.
  • An Weihnachten (24. bis 26. Dezember) gilt eine Sonderregelung. Erlaubt sind Treffen mit vier Personen aus dem engsten Familien- und Freundeskreis, die nicht zum eigenen Haushalt gehören. Dies umfasst Ehegatten, Lebenspartner und -gefährten sowie Verwandte in gerade Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige - auch wenn dies dann mehr als zwei Hausstände oder 5 Personen über 14 Jahren bedeutet. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.
  • Gottesdienste dürfen stattfinden, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern gewahrt bleibt und die Gläubigen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Der Verkauf von Pyrotechnik wird verboten und von einem Silvesterfeuerwerk wird dringend abgeraten. "Das Abböllern bereits verkaufter Ware ist nicht verboten. Es wird aber dringend davon abgeraten", sagte Köpping. Hintergrund dieser Empfehlung ist, das Gesundheitswesen nicht unnötig durch mögliche Verletzungen infolge von Unfällen beim Abbrennen von Feuerwerk zu belasten.
  • Der Einzelhandel wird weitgehend geschlossen. Ausnahmen sind etwa der Lebensmittelhandel, Apotheken und Drogerien, Poststellen und Zeitungsverkauf, Tierbedarfs- und Futtermittelmärkte und der Weihnachtsbaumverkauf. Geöffnet bleibt der Großhandel für Gewerbetreibende
  • Auch Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege wie zum Beispiel Friseursalons, Kosmetikstudios oder Massagepraxen werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben möglich.
  • Restaurants bleiben geschlossen. Speisen dürfen geliefert und abgeholt werden, müssen aber zu Hause gegessen werden. Alkohol im öffentlichen Raum zu trinken, wird untersagt.
  • Die Schulen werden grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten - also etwa mit Laptop oder Arbeitsblättern zu Hause. Kitas werden ebenfalls geschlossen. Eine Notfallbetreuung ist möglich.
  • Arbeitgeber werden dringend gebeten, durch Betriebsferien oder großzügige Home-Office-Lösungen die Betriebsstätten geschlossen werden können.
  • Grundsätzlich sollen die sogenannten "AHA+AL-Regeln" beachtet werden: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen. Ergänzend empfiehlt die Bundesregierung, die Corona-Warn-App zu nutzen und Räume regelmäßig zu lüften.

Bei 1.849 Menschen in Sachsen wurde innerhalb der letzten 24 Stunden eine Corona-Infektion festgestellt. Sachsens Gesundheitsministerium meldete am Dienstag insgesamt 92.358 Corona-Infektionen seit Anfang der Pandemie im Frühjahr. 1.849 Menschen sind nach Ministeriumsangaben an oder mit einer solchen Infektion gestorben, das sind 111 mehr als noch am Vortag. Inzwischen gelten geschätzt 56.000 Menschen als genesen.

Wegen einer Corona-Infektion befinden sich derzeit 3.136 Menschen in sächsischen Krankenhäusern zur Behandlung. 582 Patienten davon sind auf der Intensivstation. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat ist am Mittwoch erneut auf 387 gestiegen. Sachsen verzeichnet laut Robert Koch-Institut derzeit bundesweit die höchste Rate an Neuinfektionen binnen 7 Tagen je 100.000 Einwohner.

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