merken
PLUS Sachsen

Das ist die aktuelle Corona-Lage in Sachsen

Verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen auch in Dresden, kostenlose Masken für Pflege- und Krankenhäuser und weniger Arbeitslose. Der Überblick.

Der Mund-Nasen-Schutz wird ab heute noch häufiger notwendig sein, als bislang schon. Unter anderem auch in Parks müssen sie in Sachsen nun getragen werden.
Der Mund-Nasen-Schutz wird ab heute noch häufiger notwendig sein, als bislang schon. Unter anderem auch in Parks müssen sie in Sachsen nun getragen werden. © Symbolfoto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa

Dresden. Mehr als 1.000 Corona-Tote gibt es seit Anfang der Corona-Pandemie in Sachsen. Diese Menschen sind mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben. Sachsens Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 1.576 neu nachgewiesene Corona-Infektionen. Nach Ministeriumsangaben sind 1.006 Menschen an oder mit einer solchen Infektion gestorben, das sind 45 mehr als noch am Vortag. Inzwischen gelten geschätzt 36.930 Menschen als genesen.

2.231 Menschen befinden sich wegen einer Corona-Infektion derzeit in einem Krankenhaus, 394 davon auf einer Intensivstation. Die Zahl der laborbestätigten Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner liegt im gesamten Freistaat am Mittwoch bei 257.

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Nach Angaben des Sozialministeriums sind der Landkreis Bautzen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 413,7 sowie der Erzgebirgskreis mit 400,1 am stärksten betroffen. Es folgen der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (382,8), der Landkreis Zwickau (344,1) sowie der Landkreis Görlitz (328,8).

Verschärfte Corona-Regeln in Sachsen in Kraft getreten

In den sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten sind am Dienstag (in der Landeshauptstadt Dresden erst ab Mittwoch) härtere Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus inkraftgetreten. Unter anderem wurden Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen und eine Begrenzung der Teilnehmerzahlen bei Demonstrationen erlassen. Das Verlassen von Haus oder Wohnung ist nur aus triftigem Grund erlaubt, etwa für Wege zu Schule, Kita und Arbeit, zum Arzt und zum Einkaufen. Sport ist nur im Umkreis von 15 Kilometern gestattet. Diese Regeln gelten ab heute in Sachsens Hotspots.

Mit der Verlängerung der Maßnahmen soll eine Überbelastung der Krankenhäuser verhindert werden. Die Zahl der Patienten steigt zwar noch, aber nicht mehr so stark wie noch vor zwei Wochen. "Wenn das so bleibt, wäre die Entwicklung für die Kliniken beherrschbar", sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft Gerald Gaß am Dienstag.

So ist die aktuelle Lage in den sächsischen Kreisen

Die Zahlen der Corona-Infizierten steigt trotz des Teil-Lockdowns in den sächsischen Kreisen weiter an. Hier ein Überblick:

Eine Intensivpflegekraft versorgt einen Corona-Patienten, der beatmet auf einer Intensivstation liegt.
Eine Intensivpflegekraft versorgt einen Corona-Patienten, der beatmet auf einer Intensivstation liegt. © Rolf Vennenbernd/dpa

Sachsen verteilt Masken an Pflege- und Krankenhäuser

Sachsen verteilt fünf Millionen kostenlose FFP2-Masken an Pflegeheime, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Einrichtungen, in denen Behinderte betreut werden. Das sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping während einer Online-Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung am Dienstag.

Die Einrichtungen sollen die Masken demnach ab der kommenden Woche erhalten. Die Masken sollen vor allem für Besucher kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, damit die Bedingungen in den Einrichtungen erleichtert werden. In Schulen sollen kostenlose Masken indes nicht verteilt werden.

Daneben verteidigte Köpping die Öffnung von Hotels über die Weihnachtsfeiertage. Die Betten seien aber nur für Familienangehörige bestimmt, die in Wohnungen nicht unterkommen. "Wir möchten, dass die Menschen ihre Familien besuchen können", sagte Köpping. Für Touristen würden die Hotels weiterhin geschlossen bleiben.

Spahns Ziel: Erste Impfungen im Januar

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt in der Corona-Pandemie darauf, dass im Januar die ersten Impfungen absolviert sind. "Unser Ziel ist es, dass bereits im Januar die ersten Risikogruppen und Pflegebeschäftigen geimpft sind", sagte Spahn am Dienstag im Deutschlandfunk.

Er hielt damit daran fest, dass auch Alte und Vorerkrankte zu den zuerst zu Impfenden zählen. So hatten es auch der Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die Ständige Impfkommission empfohlen.

Spahn sagte, mit den Ländern sei vereinbart, dass die Impfzentren ab Mitte Dezember einsatzbereit seien. Während man zu Beginn - auch aufgrund logistischer Anforderungen der Impfstoffe - nur in Impfzentren und mobilen Teams impfen könne, solle dies ab Frühsommer auch in Arztpraxen möglich sein. "Wenn es einmal da drin ist im normalen System, schaffen wir auch große Zahlen", sagte Spahn.

Zum Themendienst-Bericht "Gesundheit/Kinder/KORR/" von Sandra Hoffmann vom 15. März: Pieksen für die Gesundheit - vor Masern, Mumps und Röteln schützt eine Kombi-Impfung. Honorarfreie Veröffentlichung nur für gms-Themendienstbezieher. Foto: / Kostenfrei /
Zum Themendienst-Bericht "Gesundheit/Kinder/KORR/" von Sandra Hoffmann vom 15. März: Pieksen für die Gesundheit - vor Masern, Mumps und Röteln schützt eine Kombi-Impfung. Honorarfreie Veröffentlichung nur für gms-Themendienstbezieher. Foto: / Kostenfrei / © dpa

Arbeitslosigkeit in Sachsen sinkt trotz Teil-Lockdowns

Trotz des coronabedingten Teil-Lockdowns ist die Arbeitslosigkeit in Sachsen im November gesunken. Zugleich gab es aber viele neue Anzeigen auf Kurzarbeit etwa aus dem Gastgewerbe und Betrieben der Sport-, Unterhaltungs- und Erholungsbranche, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Chemnitz mitteilte.

Insgesamt waren im November rund 126.600 Menschen in Sachsen arbeitslos gemeldet. Das ist ein Rückgang von 1,6 Prozent im Vergleich zu Oktober. Die Arbeitslosenquote wurde mit 6,0 Prozent ausgewiesen. Der Rückgang spreche für "einen relativ robusten Arbeitsmarkt", hieß es.

Damit liegen die Arbeitslosenzahlen aber weiter deutlich höher als vor einem Jahr. Im November 2019 war die Arbeitslosigkeit im Freistaat auf ein Rekordtief von 5,0 Prozent gesunken; damals waren fast 19.300 Menschen weniger arbeitslos als derzeit.

Uniklinik Leipzig stellt auf Corona-Betrieb um

Das Universitätsklinikum Leipzig stellt seinen Betrieb wegen steigender Corona-Zahlen um. Bisher habe die Versorgung von Covid-Patienten weitgehend parallel zum Normalbetrieb erfolgen können. Nun aber müssten weitere Kapazitäten geschaffen werden, teilte der Medizinische Vorstand Christoph Josten mit.

Unter anderem sollen planbare und weniger dringliche Operationen verschoben werden. Betroffene Patienten würden rechtzeitig informiert. Die Notfallversorgung und dringende Behandlungen seien vollständig gesichert.

Weiterführende Artikel

Corona: Weltweit mehr als 100 Millionen Infektionen

Corona: Weltweit mehr als 100 Millionen Infektionen

Ab morgen neue Corona-Regeln in Sachsen, Freistaat plant Notstandsgesetz, Konsumklima bricht ein - unser Newsblog.

Die Zahl der Covid-Kranken sei in den vergangenen Wochen kontinuierlich gestiegen. Derzeit werden 26 Menschen mit einer Corona-Infektion intensivmedizinisch betreut, 40 liegen auf der Normalstation. Die Situation am Uniklinikum sei derzeit noch kontrollierbar, aber deutlich angespannter als im Frühjahr.

Mehr zum Thema Sachsen