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Corona erfordert Geduld

Die Pandemie erfordert einen langen Atem, aber es ist nicht aussichtslos. Jeder kann etwas tun. Ein Kommentar.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Menschen wie Weihnachtsfeiern und andere Geselligkeiten "in diesem Winter nicht mehr".
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Menschen wie Weihnachtsfeiern und andere Geselligkeiten "in diesem Winter nicht mehr". © Bernd von Jutrczenka/dpa/SZ

Wer auf schnelle Lockerungen der aktuellen Beschränkungen hofft, wird wohl enttäuscht werden. Für eine Beurteilung der Effekte dieses Lockdowns ist es noch zu früh. Die derzeitigen Fallzahlen bilden das Infektionsgeschehen von vor zwei Wochen ab – bevor viele Freizeiteinrichtungen, Hotels und Restaurants schließen mussten. Wohl erst Ende November wird feststehen, was das gebracht hat. 

Denn bis jetzt nehmen die Zahlen immer noch in ganz Deutschland zu, täglich werden etwa 20.000 neue Infektionen gemeldet. Auch in Sachsen sind die Neuinfektionen mit mehr als 1.000 Fällen pro Tag sehr hoch – all diese Menschen können weitere anstecken, eine Kontaktnachverfolgung ist nicht mehr möglich. Sächsische Landkreise erreichen beim Wochenwert pro 100.000 Einwohner deutschlandweit traurige Spitzenplätze. Kliniken melden zunehmend Engpässe, die Zahl der Intensivpatienten und der Toten wird weiter steigen.

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Bis zu den anvisierten Werten von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen ist es noch ein weiter Weg. Die Pandemie erfordert Geduld, aber es ist nicht aussichtslos. Jeder kann etwas tun. Wie schnell das Infektionsgeschehen abgebremst wird, hängt ausschließlich vom Verhalten der Menschen ab: Kontakte reduzieren, Hände waschen, Abstand halten, regelmäßig lüften. Das wird auch bei eventuell niedrigeren Zahlen im Dezember nicht automatisch enden. Auch wenn dann Restaurants und Kultureinrichtungen wieder geöffnet sein sollten. Sicher ist, dass es wohl keine rasche Rückkehr zur Normalität geben wird.

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