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Harthaer Lehrer bald YouTube-Stars?

15 Pädagogen des Harthaer Luther-Gymnasiums haben zusammen ein Lied aufgenommen. Es soll die Schüler während des Corona-Lockdowns motivieren.

Die Lehrer Heidrun Thürer, Tobias Merker, Anna Büttner, Heike Geißler und Sandra Völs (von links) sind vier von 15 Lehrern des Harthaer Martin-Luther-Gymnasiums, die sich zusammen einen Corona-Song ausgedacht haben.
Die Lehrer Heidrun Thürer, Tobias Merker, Anna Büttner, Heike Geißler und Sandra Völs (von links) sind vier von 15 Lehrern des Harthaer Martin-Luther-Gymnasiums, die sich zusammen einen Corona-Song ausgedacht haben. © Lars Halbauer

Hartha. Die Idee schwebte den Lehrern vom Martin-Luther-Gymnasium bereits eine längere Zeit vor. Kurz nach der Ankündigung zum dritten Corona-Lockdown haben sie den Gedanken in die Tat umgesetzt:15 Pädagogen haben gemeinsam einen Song aufgenommen, der Schüler der Harthaer Schule aufmuntern und zum Lernen animieren soll.

Einer, der den Impuls von Anfang an gut findet, ist Tobias Merker. Der 34-Jährige ist Musiklehrer am Gymnasium und hatte die Idee ein Seemannslied umzudichten – ähnlich zur Neuauflage des Liedes „Soon May the Wellerman Come“, die in den vergangenen Wochen die deutschen Charts stürmte.

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Mehrere Strophen in Fremdsprachen

„Es musste ein Song sein, den jeder der Lehrerkollegen kennt“, erklärt Merker. „Denn wir mussten alle zu Hause unseren Part mit einem Mikrofon aufnehmen.“ Grund dafür ist die Corona-Pandemie, die beispielsweise ein gemeinsames Einsingen in der Schule unmöglich macht.

Deshalb schalteten sich die Gymnasial-Lehrer per Videokonferenz zusammen, einigten sich auf den irischen Seemannssong „What Shall We Do with the Drunken Sailor“ und dichteten los.

„Unser Plan war es, den Schülern Mut zu machen und zu zeigen, dass wir da sind und uns auf die hoffentlich bald wieder startenden gemeinsamen Unterrichtsstunden freuen“, erklärt Musiklehrer Merker. „Hinzu kommt, dass wir im Lied auch zeigen wollten, was unsere Schule alles zu bieten hat. Beispielsweise die unterschiedlichen Fremdsprachen.“

Im Lied sind deshalb nicht nur deutsche und sächsische Passagen zu hören, sondern auch englische oder lateinische Phrasen. Vor allem die Englischlehrer seien dabei sehr aktiv und kreativ gewesen, weiß Sandra Völs.

Die Lehrerin hat wie neun Kollegen jeweils eine Strophe übernommen und allein vor dem Computer eingesungen. Der Refrain wird von allen 15 Lehrern übernommen. „Natürlich hat das coronagerecht jeder allein zu Hause aufgenommen und im Anschluss wurde es zusammengeschnitten“, erzählt Völs.

Eltern aus Hartha bieten an, Musikvideo zu drehen

Die Aufnahmen haben etwa eine Woche gedauert, die eigentliche Produktion, also die Zusammensetzung aller Einzelteile, jedoch am Ende noch einmal zwei Wochen, weiß Musiklehrer Tobias Merker. Gemeinsam mit einem ehemals in Hartha tätigen Pädagogen, der mittlerweile in Chemnitz arbeitet, sei dann die finale Fassung entstanden.

„Eigentlich wollten wir den Song nur in der Lernplattform Lernsax und auf der Schulhomepage veröffentlichen“, sagt der Musiklehrer. „Letztendlich hat sich der Song aber schnell auch auf Instagram und Tiktok verbreitet.“

Da der Song frei zugänglich und auch kostenfrei zum Herunterladen bereitsteht, könnte er auch bald noch auf Youtube landen. Denn einige Eltern hätten Sandra Völs zufolge schon angeboten, ein Video dazu zu drehen. „Aber ob das wirklich passiert, warten wir mal ab.“

Die Reaktion der Schüler sei auf jeden Fall durchweg positiv, meint Sandra Völs. In den sozialen Netzwerken sei der Song auch mehrfach geteilt worden. Ob es die letzte Aktion der Lehrer vom Harthaer Gymnasium bleibt, steht derzeit noch nicht fest.

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Wie Musiklehrer Tobias Merker sagt, könne er sich eine Lehrer-Band in Zukunft vorstellen. „Einen Lehrer-Chor gab es schon mal, aber das ist ziemlich altmodisch. Eine Band ist definitiv zeitgemäßer.“

>>>Hier geht es zum „Corona-Song“ des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha<<<

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