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Corona: Der Lockdown wirkt im Kreis Görlitz

Der sprunghafte Anstieg von Neuinfektionen ist vorerst gestoppt. Doch die Todeszahlen steigen. Und die Inzidenz ist von dem Zielwert noch weit entfernt.

Tests bleiben in der derzeitigen Lage besonders wichtig.
Tests bleiben in der derzeitigen Lage besonders wichtig. © Symbolfoto: dpa

Der Lockdown an der Neiße mit seinen harten Kontaktbeschränkungen wirkt. Mit 2.365 Menschen sind so wenige Personen im Landkreis Görlitz mit Corona infiziert wie seit Mitte November nicht mehr. Das geht aus den Zahlen des Kreis-Gesundheitsamtes vom Donnerstag hervor. In der bisherigen Spitze der zweiten Welle, rund um Weihnachten waren teilweise 5.500 Menschen infiziert.

Auch die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Stationen der Krankenhäuser ist auf den Stand von Ende November zurückgegangen. 198 Menschen werden derzeit stationär behandelt, 26 von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Nach Angaben des Divi-Intensivregisters werden 13 beatmet.

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Die Labore meldeten dem Gesundheitsamt binnen 24 Stunden bis Donnerstagmittag 134 Neuinfektionen, darunter drei Kinder. Am Donnerstag vor einer Woche waren es 231. Die 7-Tage-Inzidenz, die zwischenzeitlich über 700 lag, wird vom Kreis jetzt mit 310 Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen angegeben. Beim Robert-Koch-Institut liegt sie noch tiefer.

So positiv diese Entwicklung ist: Auch mit dieser Inzidenz liegt der Landkreis Görlitz noch weit über der angestrebten Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern und sieben Tage und auch über dem Grenzwert von 200, ab dem die Corona-Auflagen nochmals verschärft sind.

Bei den Todeszahlen hat diese positive Entwicklung aber noch keine Folgen. Das wird auch noch einige Tage der Fall sein. So wurden dem Gesundheitsamt für den Zeitraum vom 19. Dezember bis 9. Januar weitere 30 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Auch an den Vortagen wurden regelmäßig für den Zeitraum ab Mitte Dezember Todesfälle nachgemeldet.

Diesmal stammen die Personen aus Löbau (5), Großschönau und Zittau (je 4), Ebersbach-Neugersdorf, Seifhennersdorf und Kottmar (je 2) sowie Rosenbach, Reichenbach, Oppach, Görlitz, Kodersdorf, Mittelherwigsdorf, Schleife, Mücka, Oderwitz, Waldhufen und Weißwasser (je 1). Das Alter der Verstorbenen liegt zwischen 58 und 93 Jahren. Die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stehen, erhöht sich damit auf 636.

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