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Corona: Inzidenz steigt auf knapp 500 im Kreis Görlitz

Das Gesundheitsamt Görlitz vermeldet so viele Neuinfektionen wie noch nie. Und auch so viele Covid-19-Patienten in Kliniken wie seit Anfang März nicht.

Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2.
Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2. © NIAID/NIH/AP/dpa

Innerhalb von sieben Tagen sollen sich in einem Landkreis pro 100.000 Einwohner nur 50 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 infizieren. Die so genannte Inzidenz von 50. In dieser Situation können die Gesundheitsämter gut die Kontakte verfolgen.

Im Landkreis Görlitz liegt diese Inzidenz mittlerweile aber beim Zehnfachen. Das Landratsamt gab die selbst berechnete 7-Tage-Inzidenz am Freitagmittag mit 499 an. Darin eingeflossen sind die 278 Neuinfektionen, darunter 21 Kinder, die binnen 24 Stunden dem Kreis-Gesundheitsamt in Görlitz gemeldet wurden. Am Freitag vor einer Woche waren es 155, die Inzidenz lag damals bei 379. Seitdem steigen die Werte unaufhaltsam.

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Eine Beruhigung der Pandemie, die durch die Einschränkungen seit Anfang November und nochmals verschärft seit Anfang Dezember im Kreis erreicht werden soll, ist damit (noch) nicht zu erkennen. Landrat Bernd Lange hatte diese Woche geäußert, dass er auf einen Rückgang der Zahlen hofft, aber mit einem Inzidenzwert von über 200 über Weihnachten rechnet.

Drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona

Zugleich werden so viele Menschen in einem Krankenhaus wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt, wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr. Nach Angaben des Kreises liegen 214 Menschen in den Kliniken des Kreises, 25 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Damit sind die zusätzlichen Kapazitäten, die der Kreis geschaffen hat, erneut erschöpft. Der Kreis hatte die Zahl der Betten für Covid-19-Patienten auf Normalstationen von rund 170 innerhalb von zwei Wochen auf rund 210 erhöht.

Dem Gesundheitsamt sind auch drei weitere Todesfälle im Zeitraum vom 27. und 28. November bekanntgeworden. Es handelt sich um eine 99-jährige Frau und einen 83-jährigen Mann aus Ebersbach-Neugersdorf sowie um einen 86-jährigen Mann aus Zittau. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 174.

Allerdings genesen auch sehr viele Menschen derzeit. 135 seien es von Donnerstag auf Freitag gewesen, erklärte der Landkreis. Seit Beginn der Pandemie haben sich nachweislich 5.744 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. 2.532 Personen sind zum heutigen Zeitpunkt genesen.

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