merken
PLUS Döbeln

Über 20 Corona-Fälle in Roßweiner Pflegeheim

Unter den Betroffenen sind 17 Bewohner und vier Mitarbeiter. Der Landkreis meldet am Freitag erneut 142 neue Fälle.

Am 4. November war bei einer Bewohnerin das Virus nachgewiesen worden. Inzwischen ist die Zahl der Betroffenen auf 21 gestiegen.
Am 4. November war bei einer Bewohnerin das Virus nachgewiesen worden. Inzwischen ist die Zahl der Betroffenen auf 21 gestiegen. © Dietmar Thomas

Roßwein. Das Coronavirus hat sich im Roßweiner Seniorenpflegeheim "Berta Börner" weiter verbreitet. Die Zahl der betroffenen Bewohner ist auf 17 gestiegen. Darüber informierte Thomas Richter, Geschäftsführer der Diakonie Döbeln. Am Donnerstag lagen die Testergebnisse von Dienstag vor. 

Insgesamt 40 Bewohner sowie Mitarbeiter waren dabei von Vertretern des Gesundheitsamtes getestet worden. Bei 14 Bewohnern sowie zwei weiteren Mitarbeitern fielen die Tests positiv aus. 

Gesundheit
Gesund und Fit
Gesund und Fit

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Anlass für die Abstriche war ein Corona-Nachweis bei einer Bewohnerin am 4. November. Zeitnahe Tests waren dem Gesundheitsamt nach Angaben von Richter nicht möglich, sodass die Abstriche erst am Dienstag erfolgen konnten. 

Im Vorfeld hatten sich, unmittelbar nach dem ersten Fall, bereits zwölf Mitarbeiter vom Hausarzt testen lassen. Auch deren Ergebnisse liegen inzwischen vor. Zwei waren positiv und wurden in Quarantäne geschickt. Somit sind in Summe bislang vier Beschäftigte positiv getestet worden.

"Zwei positiv getestete Mitarbeiterinnen arbeiten weiter", informierte Thomas Richter. Den Frauen gehe es gut, sie hätten keine Symptome, bestätigte der Geschäftsführer. Ihr weiterer Einsatz in der Einrichtung sei mit dem Gesundheitsamt abgesprochen. Nach der Arbeit würden die Mitarbeiterinnen in Quarantäne gehen. 

Mobiltelefone und verstärktes Angebot für Senioren

Von den infizierten Bewohnern befinden sich 15 in der Einrichtung. Zwei Betroffene werden im Krankenhaus behandelt. Alle Fälle seien bei Bewohnern auf einem Wohnbereich aufgetreten, informierte Richter. 

Weitere Tests sowie eine zweite Testung sind aktuell in der Einrichtung nicht geplant. Erst, wenn bei weiteren Bewohnern oder Mitarbeitern Symptome auftreten, gäbe es laut Gesundheitsamt noch einmal Anlass für Abstriche, so Richter weiter. 

Die bestehenden Hygieneauflagen des Hauses seien von der Behörde bestätigt worden, Nachbesserungen nicht erforderlich. 

Aufgrund der Schließung des Hauses für die Öffentlichkeit und dem damit einhergehenden Besuchsverbot wurden für die Bewohner drei Mobiltelefone angeschafft, damit sie Kontakt zu den Angehörigen halten können. Zudem habe das Personal, welches für die Beschäftigung zuständig ist, seine Angebote verstärkt, sagte Thomas Richter. 

Über 2.300 Mittelsachsen in Quarantäne

Im Vergleich zu Donnerstag gab es in Mittelsachsen am Freitag 142 neue Nachweise des Coronavirus. Erneut gestiegen ist nach einem leichten Rückgang in den vergangenen zwei Tagen auch die Zahl der Betroffenen, die in einer Klinik behandelt werden müssen. Jene liegt aktuell bei 82. Am Donnerstag wurden 74 Patienten stationär versorgt. Beatmet werden mussten vier Erkrankte. 

Im Altkreis Döbeln gibt es inzwischen 324 Nachweise des Virus seit März. Neu hinzugekommen sind am Freitag 16 positive Testergebnisse. Im Bereich Freiberg waren es 63 (1.131), in Mittweida ebenfalls 63 (816). Über 2.300 Mittelsachsen sind in Quarantäne. 

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln