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Corona: Dresdner App soll Alltag erleichtern

Pass4all dient jetzt neben der Kontaktnachverfolgung auch als Eintrittskarte immer dann, wenn ein negativer Coronatest gefragt ist.

Mirjam Mickel nimmt bei Christian Mickel einen Nasenabstrich. Das Gehäusebauunternehmen CooolCase betreibt für seine Mitarbeiter ein Minitestzentrum mit medizinisch geschultem Personal und nutzt die App Pass4all.
Mirjam Mickel nimmt bei Christian Mickel einen Nasenabstrich. Das Gehäusebauunternehmen CooolCase betreibt für seine Mitarbeiter ein Minitestzentrum mit medizinisch geschultem Personal und nutzt die App Pass4all. © Sven Ellger

Dresden. Auf der Skala von eins bis zehn sieht sich Kathleen Parma auf der Drei angekommen. Ob das nun viel oder wenig auf dem Weg zum Erfolg ist, ist ihr nicht so wichtig. "Mich trägt grenzenloser Optimismus, dass wir mit unserer Arbeit den Infektionsgrenzwert konstant senken können", sagt die Miterfinderin der Corona-App Pass4all.

Zusammen mit ihren Partnern, Experten in der Entwicklung digitaler Lösungen, hat sie bereits im vergangenen Jahr eine App auf den Weg gebracht, die mehrere Funktionen bietet: Ampellösung und Zählsystem für den Einlass zu größeren Veranstaltungen, Nutzerregistrierung, Terminal oder webbasierte Registrierung. Die notwendige Kontaktnachverfolgung werde damit möglich - schnell, unkompliziert und sicher, sagt die Fachfrau für Onlinemarketing mit eigener Agentur.

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Mit Testergebnis zum Shoppen und zum Friseur

Die Stadt Dresden ist von ihrem Produkt überzeugt und fördert die Nutzung der App, die nun um eine weitere Leistung ergänzt wurde: Gastronomen, Ladeninhaber, Unternehmer jedweder Branchen, Seniorenheim- und Pflegedienstbetreiber, Institutionen sollen sie nutzen, um entweder die erforderliche Kontaktnachverfolgung zu sichern oder nun sogar Testergebnisse einzuspeisen.

Unternehmen sind verpflichtet, ihren Mitarbeitern zweimal pro Woche einen Coronaschnelltest zu ermöglichen. Nicht zu ihrer Pflicht gehört es, ihren Mitarbeitern Nachweise über das negative Ergebnis auszustellen. Diesen Mehrwert bietet nun jedoch die Pass4all-App. "In einer Firma oder Institution Getestete können damit nach der Arbeit zum Friseur oder shoppen gehen", erklärt Kathleen Parma. Das dürfte künftig die Testbereitschaft erhöhen.

Die von einem Dresdner Unternehmen entwickelte App Pass4all bildet Testergebnisse fälschungssicher ab. Dafür sorgt der farbige Streifen im unteren Feld.
Die von einem Dresdner Unternehmen entwickelte App Pass4all bildet Testergebnisse fälschungssicher ab. Dafür sorgt der farbige Streifen im unteren Feld. © Sven Ellger

Wirklich zum Tragen komme der Vorteil dann, wenn die Inzidenz erlaubt, Geschäfte, Biergärten, Restaurants, Sportzentren oder auch Theater zu besuchen. Überall dort, wo Zutritt mit negativem Testergebnis erlaubt ist, erklärt Bernhard Albrecht vom Amt für Wirtschaftsförderung. Die Stadt Dresden übernimmt für Unternehmen und Einrichtungen die Nutzungsgebühren für die pass4all-basierte Kontaktnachverfolgung über die Dauer von drei Monaten. "Bis zu 50.000 Euro werden dafür aus dem städtischen Haushalt gezahlt, das reicht für 7.500 Monatslizenzen", heißt es in einer Mitteilung.

Öffentliches Leben möglich machen

"Wir sind sehr dankbar dafür, dass Dresden und Oberbürgermeister Dirk Hilbert die Verbreitung unserer App unterstützen", sagt Kathleen Parma. Seit Beginn der Pandemie macht sie sich für die Belange der Gastronomie und des Veranstaltungswesens stark, hat zusammen mit zahlreichen Betroffenen die Initiativen "Leere Stühle" und "Ohne uns ist Stille" ins Leben gerufen.

Die Entwicklung der App habe für sie nur ein Ziel: Trotz Corona ein öffentliches Leben und den geschädigten Branchen das Arbeiten wieder möglich zu machen, sagt sie. Dafür brauche es Einheitlichkeit und möglichst viele Nutzer.

Download im App Store.

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