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Neue Corona-Infektionen in Dresden

Mehrere Fälle sind am Donnerstag dazugekommen. Wie viele Dresdner als genesen gelten und was die Corona-Ampel anzeigt - alle Zahlen im Überblick.

In Dresden steigt die Zahl der Infizierten.
In Dresden steigt die Zahl der Infizierten. © dpa/Patrick Pleul (Symbolbild)

Dresden. Die Dresdner Corona-Kruve wächst weiter. Am Donnerstag sind sieben neue Fälle gemeldet worden. Damit wächst die Zahl der Neu-Infizierten schneller als die Zahl der Genesenen.

Infizierte und Genesene

Zusammen mit den sieben neuen Coronafällen am Donnerstag haben sich seit dem 7. März insgesamt 792 Dresdner nachweislich mit dem neuartigen Virus infiziert. 730 von ihnen gelten inzwischen als genesen. Das sind sechs mehr als noch am Mittwoch.

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Als genesen wird eingestuft, wer 14 Tage nach dem Positiv-Test nicht ins Krankenhaus eingewiesen werden musste. Bei Infizierten, die stationär behandelt werden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion, so das Gesundheitsamt. Ob die Infizierten nach diesen Zeiträumen noch Beschwerden spüren, ist dabei irrelevant. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich um eine Schätzung handelt, denn es besteht keine Meldepflicht für Genesene.

Abzüglich der zehn Verstorbenen, deren Tod auf das Coronavirus zurückgeführt wird, ergibt sich, dass aktuell 52 Menschen noch akut infiziert sind. Diese Zahl berücksichtigt allerdings keine Dunkelziffer.

Stationäre Fälle und Todesfälle

Bisher mussten nach Angaben des Gesundheitsamts 83 infizierte Dresdner wegen einer Corona-Infektion stationär versorgt werden. Derzeit befinden sich noch drei Dresdner im Krankenhaus.

Laut Intensivregister vom Donnerstag muss aktuell jedoch kein Corona-Patient auf der Intensivstation behandelt oder beatmet werden. 15 Prozent der 294 verfügbaren Intensiv-Betten der Stadt sind derzeit frei.

Seit Ende Mai gab es niemanden mehr, der nachweislich an einer Coronainfektion verstarb. Die bisher zehn Verstorbenen waren alle über 60 Jahre alt und größtenteils Männer. Darüber hinaus litten acht an Vorerkrankungen, etwa an Diabetes oder Herzschädigungen. Bei den Fällen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass Covid-19 die entscheidende Todesursache war. Das heißt, die Menschen starben nicht mit, sondern an der Corona-Infektion.

Insgesamt sind bisher knapp 1,3 Prozent aller Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Für ganz Sachsen liegt der Wert derzeit bei knapp 3,4 Prozent.

Die Corona-Ampel

Es darf nur noch eine bestimmte Anzahl an Infektionen innerhalb einer Woche in Dresden dazukommen. Wird diese überschritten, müssen die Corona-Regeln wieder verschärft werden. Konkret bilden nach der Corona-Verordnung des Freistaates, die am 6. Juni in Kraft trat, 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen die Obergrenze. Werden 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner erreicht, müssen die Maßnahmen abermals verschärft werden. Dresden hat eine Corona-Ampel eingerichtet, die bereits früher warnt und konkrete Maßnahmen vorgibt.

Mit Stand vom Mittwoch infizierten sich in den vergangenen sieben Tagen 25 Dresdner nachweislich mit dem Coronavirus. Damit liegt der Durchschnitt von bekannten Infektionen pro 100.000 Einwohner bei 4,4. Grundlage bilden die Meldedaten des Gesundheitsamtes sowie die Einwohnerzahl von 562.132 Menschen (Stand: 31. März 2020), die vom Gesundheitsamt genutzt wird.

Altersgruppen und Geschlecht

Das Robert-Koch-Institut hat von den 792 Fällen, die das Dresdner Gesundheitsamt  meldet, bisher 785 nach Alter und Geschlecht ausgewertet.

Knapp 80 Prozent aller Dresdner Infizierten sind zwischen 15 und 59 Jahre alt. 302 Fälle entfallen auf die Altersgruppe von 15 bis 34 Jahren, 300 sind es in der Gruppe der 35- bis 59-Jährigen. Doch sind unter den Infizierten mittlerweile auch 28 Kinder im Alter bis 14 Jahren. 

In der als besonders gefährdet geltenden Gruppe der über 60-Jährigen gibt es bislang 155 nachgewiesene Infektionen, sieben davon wurden in dieser Woche gemeldet.

Dresden im Vergleich

Wenn sich in einer Stadt wie Dresden mehr als 700 Menschen infizieren, mag das nach viel klingen. Im Verhältnis zu den hier lebenden Menschen - über eine halbe Million - relativiert sich diese Zahl jedoch. Dagegen können 100 Fälle für einen nur halb so großen Landkreis sehr viel sein. Deshalb rechnen Wissenschaftler die Infektionen in einer Kommune um auf 100.000 Einwohner. Somit werden die Fallzahlen vergleichbar. (SZ)

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