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Öffnen Dresdens Kitas wieder normal?

Seit Monaten waren die Öffnungszeiten in Dresdens Kitas wegen Corona verkürzt. Jetzt soll es entspannter für die Eltern werden.

Bald sollen die Kleinen wieder länger zusammen spielen dürfen.
Bald sollen die Kleinen wieder länger zusammen spielen dürfen. © SZ/Uwe Soeder

Dresden. Monatelang waren die Dresdner Kitas entweder zu oder nur eingeschränkt geöffnet. Für Eltern waren die Zeiten von teilweise nur 8 bis 16 Uhr der blanke Stress. "Ich fange normalerweise 7 Uhr an zu arbeiten, ich musste jetzt wochenlang meinem Chef erklären, dass ich das nicht schaffe, wenn ich meinen Sohn erst 8 Uhr abgeben kann", sagt eine Mutter. Ein Vater erzählt, wie er täglich um 16 Uhr seine Tochter abholen musste und dabei regelmäßig Schweißausbrüche bekam. "Sonst hat die Einrichtung täglich bis 18 Uhr offen, eine Riesenumstellung für uns."

Bei allem Verständnis für die Pandemie wurde der Unmut unter den Müttern und Vätern bei sinkenden Zahlen zuletzt immer größer. Jetzt ist klar: Die Kitas kehren wieder in den Regelbetrieb zurück.

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Öffnen die Kitas jetzt wieder normal?

Die städtischen Kitas und Horte haben seit Mittwoch wieder im normalen Regelbetreib geöffnet, weil die Corona-Inzidenz stabil unter 50 liegt. Damit müssen die verschiedenen Gruppen innerhalb der Kitas und in den Außenbereich nicht mehr strikt voneinander getrennt betreut werden. "Außerdem können die Einrichtungen zu ihren individuellen pädagogischen Konzepten zurückkehren", so die Stadt. Und: Die städtischen Kitas und Horte öffnen nun wieder zu den regulären Zeiten.

Bestehen bleibt zunächst die Testpflicht zweimal wöchentlich. Sie gilt für das Kita-Personal, aber auch für Mitarbeiter von Dienstleistern, die das Kita-Gebäude oder den Außenbereich betreten. Eltern und andere Menschen, die ein Kind bringen oder abholen, müssen keinen negativen Test mehr vorweisen. Weiterhin nötig ist aber das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske, sobald das Kita-Gelände betreten wird.

Bildungsbürgermeister Jan Donhauser appelliert dennoch an die Eltern, weiterhin auf alle geltenden Hygieneregeln zu achten. "Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger sehr sorgfältig mit der erfreulichen Situation umzugehen. Schließlich ist es ein weiterer Schritt in die Normalität zurück."

Wie sieht das bei den freien Trägern aus?

Die freien Träger können selbst entscheiden, ob und inwieweit sie zum Regelbetreib zurückkehren. Die vier Dresdner AWO-Kitas kehren ab Montag wieder zurück in den Regelbetrieb. "Das heißt, Rückkehr zu den normalen Betreuungskonzepten und keine Trennungen mehr sowohl in den Innen- als auch Außenbereichen der Kitas", so Sprecherin Birgit Bach. Ab Montag sollen dann auch wieder die normalen Öffnungszeiten gelten. Teilweise würden die Regeln für das Bringen und Abholen der Kinder bestehen bleiben, da aufgrund räumlicher Gegebenheiten sonst der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Auch das Deutsche Rote Kreuz kehrt zum Normalbetrieb zurück. "Die Kitas gewährleisten die ursprünglichen Öffnungszeiten. Ab kommenden Montag ist auch das Haus der kleinen Entdecker wieder regulär von 6 bis 18 Uhr geöffnet", so Sprecherin Ulrike Peter.

Diakonie-Sprecherin Natalie Fechner sagt, auch die Kitas des freien Trägers werden ab kommender Woche wieder ihre regulären Öffnungszeiten anbieten.

Bereits seit diesem Mittwoch sind die Dresdner Kitas der Johanniter wieder zu den üblichen Öffnungszeiten für die Kinder da. Auch andere Einschränkungen konnten zurückgenommen werden, etwa die strikte Trennung der Gruppen. Damit können die Einrichtungen wieder ihre pädagogischen Konzepte entsprechend umsetzen, das heißt auch gruppenübergreifend arbeiten.

Das Wichtigste zum Coronavirus in Dresden:

"Viele Eltern sind froh, dass sich nun alles normalisiert", sagt Anja Kuhnert, die bei den Johannitern für die Kitas zuständig ist. Das dürfte auf die Kleinen mindestens genauso zutreffen. Vor allem für Eltern, die beim Rettungsdienst oder in der Altenpflege arbeiten und zeitig morgens anfangen, sei die Zeit sehr schwierig gewesen, als die Kitas statt 6 Uhr morgens erst 8 Uhr öffneten.

Gibt es momentan offene Stellen in den Kitas ?

Zuletzt hatten die Kitas in Dresden immer wieder mit Personalmangel zu kämpfen. Mit der Folge, dass auch schon vor der Corona-Zeit und ihren Einschränkungen die Öffnungszeiten hin und wieder verkürzt werden mussten. Hat sich die personelle Lage inzwischen etwas entspannt?

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Konkret wird Awo-Sprecherin Birgit Bach auf diese Frage hin nicht: "Es gibt immer wieder mal offene Stellen, die ausgeschrieben werden, aufgrund von Wechsel oder altersbedingten Abgängen." Wie viele das genau sind und welche Auswirkungen das auf den Betrieb hat, sagt sie nicht. In der Diakonie gibt es "ein paar offene Stellen, die wir zeitnah besetzen möchten", so Fechner.

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