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Welche Läden in Dresden noch offen sind

In den großen Einkaufscentern dürfen nur noch einige Geschäfte ihre Waren anbieten. Woanders haben sich Händler auf Verkauf der anderen Art eingestellt.

In den Dresdner Einkaufscentern wie hier in der Altmarkt-Galerie sind noch einige Geschäfte wie Lebensmittelmärkte und Drogerien geöffnet. Wir geben einen Überblick.
In den Dresdner Einkaufscentern wie hier in der Altmarkt-Galerie sind noch einige Geschäfte wie Lebensmittelmärkte und Drogerien geöffnet. Wir geben einen Überblick. © dpa-Zentralbild/Sebastian Kahnert

Dresden. Seit Montag dürfen auch in Dresden nur noch wenige Geschäfte öffnen, darunter Lebensmittelhändler, Drogerien, Tierbedarf, Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Optiker, Hörakustiker, Sparkassen und Banken, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons und Ladengeschäfte des Zeitungsverkaufs. Wie gehen die einzelnen Händler und Einkaufszentren damit um?

Über 30 Läden in Altmarkt-Galerie geöffnet

Die großen Center sind nicht grundsätzlich geschlossen, allerdings bleiben in ihnen alle Geschäfte zu, die nicht der Versorgung des täglichen Bedarfs dienen. Das betrifft den Großteil der Geschäfte in den Malls. In der Centrum-Galerie ist beispielsweise nur noch der DM-Markt, der Konsum und die Müller-Drogerie geöffnet. An den Öffnungszeiten jener Geschäfte ändert sich aber nichts. Auch die Friseure sind bereits seit Montag in der Centrum-Galerie geschlossen, obwohl diese erst ab diesem Mittwoch von den verordneten Schließungen betroffen sind.

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In der Altmarkt-Galerie bleiben dagegen alle Geschäfte offen, die geöffnet bleiben dürfen. Über 30 Läden seien das, sagt Center-Manager Jens Preißler. Die Ladenstraße in der Mall sei weiterhin zugänglich, für die Besucher ändere sich bis auf die geschlossenen Geschäften nichts.

Der Elbepark listet sehr gut vorbereitet auf seiner Internetseite die geöffneten Läden mit ihren Öffnungszeiten auf. Konkret sind das:

  • die Apotheke,
  • die Optiker Apollo, Krass, Robin Look und eyes and more,
  • der Gummibärenladen Bears&Friends,
  • das Reformhaus BioLine,
  • die Schokoladenanbieter Hussel sowie Kaffee und Schokolade,
  • Kaufland,
  • die Bäcker Kamps und Kexerei,
  • der Sandwichanbieter Mat's,
  • die Nordsee-Filiale,
  • die Fleischerei Korch,
  • der Eisanbieter Romeo & Giulia,
  • die Kleenothek,
  • vom Fass sowie
  • die Parfümerie Thiemann,
  • Rossmann,
  • Zoo & Co.,
  • der Teehandel und
  • Tabak und Lotto.

Centermanager Gordon Knabe zieht für die vergangenen zwei Tage ein ernüchterndes Fazit. "Unsere Gänge sind leer, es kommt kaum ein Kunde." Wo sonst wochentags 35.000 Kunden gezählt werden, sind es jetzt gerade mal 7.000. "Es ist das eingetreten, was wir befürchtet haben." Die Kunden würden so immer mehr an den Onlinehandel gewöhnt. "Ich hoffe, dass es nach dem Lockdown wieder eine Rolle für die Kunden spielen wird, Dinge in die Hand zu nehmen, sie gleich anprobieren zu können. Und wir uns in keinen verödeten Innenstädten bewegen werden."

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Kleinere Händler setzen auf Lieferdienst

Die Händler rund um die Hauptstraße und Königstraße müssen größtenteils zumachen. Nur Rossmann und Konsum dürfen offen bleiben. Doch Händler wie Franziska Rüpprich aus dem Herrenausstatter Prüssing&Köll lassen sich nicht entmutigen. "Natürlich sind wir traurig, dass wir schließen müssen, aber wir setzen jetzt verstärkt auf unseren Onlineshop", sagt Rüpprich.

Das funktioniere sehr gut und sie habe schon Gutscheine, Socken und Jacken verkauft. Der Dezember sei einer der wichtigsten im Jahr wie auch der Januar, in dem sonst der Opernball stattfindet. Doch die beiden jetzt für den Handel so wichtigen Monate will Rüpprich jetzt versuchen, online auszugleichen und setzt auf Marketing via der sozialen Netzwerke Facebook und Instagram.

Franziska Rüpprich vom Herrenausstatter Prüssing&Koll. Sie verpackt Kleidung zum Verschicken, da ihr Geschäft wegen der Corona-Krise schließen muss.
Franziska Rüpprich vom Herrenausstatter Prüssing&Koll. Sie verpackt Kleidung zum Verschicken, da ihr Geschäft wegen der Corona-Krise schließen muss. © Sven Ellger

Ingolf Schwede aus dem Reisebuchladen in der Neustadt musste auch ab Montag schließen. Er bietet seinen Lesern einen Lieferservice in der Neustadt und in Stadtteilen der Umgebung an. "Einfach anrufen oder eine Mail schreiben an [email protected] und dann liefere ich", sagt Schwede. Besonders beliebt seien aktuell Reiseberichte oder Ratgeber zum Thema ökologisches Reisen, erzählt er. "Sonst sind es vor Weihnachten immer Reiseführer, aber das ist ja zurzeit eher schwierig."

"Mehr Zeit für Solidarität"

Auf einen Liefer- und Abholdienst setzt auch Steffen Obst von den beiden Tee&Natur-Läden in Strehlen und Laubegast. Er und seine Frau packen derzeit etliche Pakete, die sie dann im näheren Stadtgebiet ausliefern oder die in den Läden abgeholt werden können.

Den normalen Dezember-Umsatz bringe das nicht ein, aber die Fixkosten seien gedeckt, so Steffen Obst. Die Tees, Kräuter und Gewürze sowie alle anderen notwendigen Lebensmitteln aus dem Sortiment können jederzeit telefonisch, per E-Mail oder über die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram bestellt werden. Ausgeliefert wird ab einer Sammelbestellung ab 10 Euro.

Obst hofft, dass ihm die Kunden auch im Lockdown treu bleiben, gerade jetzt sei die Unterstützung der lokalen Händler umso wichtiger. Mit Blick auf eine Weihnachtszeit im Lockdown gibt es sogar ein paar aufmunternde Worte: "Nehmen wir uns alle mal wieder ein bisschen mehr Zeit für persönliche Dinge und Solidarität untereinander."

Alle Infos zum Bestellen bei Tee&Natur: www.tee-und-natur.de

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