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Bitte nicht wieder die 100

Dresden war bei der Inzidenz schon auf einem sehr guten Weg. Jetzt müssen wir auf diesen zurückfinden. Unsere neue Lockdown-Kolumne.

Bestimmt lohnt es sich, alles zu tun, damit die Inzidenz nicht weiter steigt. Auch sich selbst zu testen und testen zu lassen.
Bestimmt lohnt es sich, alles zu tun, damit die Inzidenz nicht weiter steigt. Auch sich selbst zu testen und testen zu lassen. © Sebastian Gollnow/dpa

Dresden. Wir waren schon unter der 50. Das erste mal am 16. Februar. Für diesen Tag hat das Robert Koch-Institut eine Dresdner Inzidenz von 47,1 gemeldet. Eine Woche später lag sie sogar bei 46,3. Jeweils zwei Tage am Stück blieb der Wert damals in den 40ern, dann kletterte er wieder über die 50er-Marke. Und jetzt sehe ich bange auf die 100. Kommt es wieder soweit?

Das wäre wirklich schlimm. Es gibt Fachleute, die für die Zeit nach Ostern schon wieder 350 Infizierte pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen vorhersagen. Bloß nicht! Wir waren doch auf einem so guten Weg raus aus der ganz schlimmen Pandemie-Zeit. Schon keimte die Hoffnung auf Osterurlaub, auf Feste, die vielleicht im Frühjahr wieder gefeiert werden könnten, auf schöne Pläne, die monatelang auf Eis lagen oder immer wieder verschoben wurden und dringend verwirklicht werden müssen.

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Nein, das darf nicht sein, dass wir wieder die 100 überschreiten. Man denke nur an die Sorgen der Ladenbesitzer, denen dann wieder die komplette Schließung droht. Oder die Eltern, die froh sind, dass ihre Kinder wieder zur Schule gehen können. Oder die Veranstalter und Künstler, denen die Stadt immerhin Öffnungsperspektiven in Aussicht gestellt hat. Die 100 ist tabu und ich finde, es lohnt sich, sich dafür anzustrengen.

Ich werde neue Masken kaufen. FFP2, denn für sie muss man mittlerweile keine Unsummen mehr bezahlen. Ich hoffe auch weiter auf Astrazeneca. Ich werde zum Schnelltest gehen und mich selbst testen, um auszuschließen, dass ich jemanden anstecken könnte. Ich werde weiter Abstand halten und mich notfalls auch damit abfinden, dass Osterurlaub noch nicht wieder geht. Aber bitte - nicht die 100. Könnten Sie dabei bitte helfen?

An dieser Stelle schreiben Redakteure der Dresdner Stadtredaktionen aus ganz persönlicher Sicht über Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Alltag im Lockdown.

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