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Diese Läden sind neu in Dresden-Neustadt

Trotz Lockdown haben sich mehrere Einzelhändler in der Dresdner Neustadt getraut und ein Geschäft aufgemacht. Mit Erfolg. Wir stellen drei Neueröffnungen vor.

Maria Bernhardt hat einen neuen Blumenladen auf der Rothenburger Straße 32 eröffnet.
Maria Bernhardt hat einen neuen Blumenladen auf der Rothenburger Straße 32 eröffnet. © Sven Ellger

Dresden. Douglas und H&M schließen einige Filialen und entlassen Mitarbeiter. Es sind harte Zeiten in der Pandemie für den Einzelhandel. Der Handelsverband Deutschland stellte zuletzt eine drastische Prognose: Sechs von zehn Läden in der Innenstadt drohe das Aus. David Tobias, der Geschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen, verweist auf die extrem angespannte Lage zwischen Hoffen und Bangen, in der sich die meisten Händler gerade befinden. "Der Planungshorizont in den Unternehmen ist gegenwärtig extrem begrenzt und auf die kurzfristige Zahlungsfähigkeit fokussiert." Doch in der Neustadt in Dresden haben sich drei Mutige dennoch für eine Neueröffnung entschieden.

Neuer Blumenladen auf der Rothenburger Straße

Im November eröffnete Maria Bernhardt ihren Blumenladen "Salomé Floristik" auf der Rothenburger Straße. "Ich bin aus der Schweiz nach Dresden gezogen und wollte nach vielen Jahren als IT-Managerin mal etwas Neues machen", sagt sie. Vor ihrem Studium absolvierte sie eine Ausbildung als Floristin. "Ich habe jahrelang nebenbei als Hobby schon die Floristik für Hochzeiten und Geburtstage gemacht", erzählt die 39-Jährige.

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Das Viertel hat sich Maria Bernhardt bewusst ausgesucht. "Hier gibt es einen coolen Mix aus Leuten und günstigen Mieten", sagt sie, die als Schweizerin deutlich höhere Mieten gewohnt ist.

In ihrem Laden verkauft sie Schnittblumen und Zimmerpflanzen, Töpfe und Vasen sowie ausgefallene Deko- und Geschenkartikel. "Und die sind garantiert nicht von der Stange", so die Inhaberin. Öffnen darf sie ihren Laden aktuell wegen Corona nicht, aber davon lässt sie sich nicht unterkriegen. "Unser Onlineshop läuft gut und wir bekommen viele Bestellungen über Instagram rein", erzählt sie.

Im Lockdown und Homeoffice hätten viele die Sehnsucht, sich ihr Zuhause mit ein paar Blumen ein wenig schöner zu machen. Und natürlich bleiben auch die Anlässe wie Geburtstage oder Hochzeitstage - gefeiert wird immer, auch im Lockdown.

Smoothies am Albertplatz

Eine Eröffnung Mitten im Lockdown? "Klar, es war eine ungünstige Zeit, aber warum nicht?", sagt Jochen Zeller, der ein paar Tage vor Weihnachten seinen Laden "Miss Zhao's Fresh" am Albertplatz eröffnete. Dort gibt es frische Smoothies aus Obst, Säfte aus Orange, Ingwer, Karotte und Co., aber auch Tee sowie Bubble Tea zum Mitnehmen.

Der Name Zhao stammt von seiner Frau, die das Lokal Miss Zhao's Kitchen in der Altstadt betreibt, vorher lebten sie jahrelang zusammen in China. "Von dort haben wir auch die Liebe zu frischen Zutaten und frischer Zubereitung mitgebracht", sagt Jochen Zeller. Jeder Saft oder Smoothie wird frisch zubereitet, während der Kunde wartet. "Fertig aus Krügen gibt es bei uns nicht", so Zeller.

Ebenso wenig wie Kuhmilch, in den Smoothies ist Mandelmilch. "Die Idee, den Laden aufzumachen, ist im Laufe des Jahres 2020 geboren und dann wurde mit dem Geschäft am Albertplatz die perfekte Location leer", erzählt der Vater zweier Kinder.

Concept-Store auf der Böhmischen Straße

Ebenso mitten im zweiten Corona-Lockdown eröffneten Lisa Winkler und Josephine Obert ihren Laden "Mjuuk" auf der Böhmischen Straße. "Es gibt ohnehin keinen perfekten Zeitpunkt und dann haben wir uns einfach getraut", erzählt Josephine Obert.

Lisa Winkler ist Siebdruckerin und Inhaberin des fairen Modelabels 'Blossom Out' und Josephine ist Sprachwissenschaftlerin, Druckgrafikerin und Illustratorin. Mit "Mjuuk" wollen sie eine Adresse für faires und nachhaltiges Design in der Neustadt schaffen. "Wir glauben, das Viertel ist der richtige Ort für unsere Idee, viele Menschen wollen nicht unbedingt etwas tragen, was jeder Zweite auch anhat", so Obert.

Sie bieten in ihrem Laden neben Schmuck Kleidung für Damen, Herren und Kinder. Aktuell verkaufen sie alles natürlich nur online, öffnen dürfen sie nicht. "Wir wissen, dass insbesondere die Auswahl an Kinder- und Babybekleidung in der Dresdner Neustadt in den letzten Jahren leider stark zurückgegangen ist und genau das werden wir ändern. Bei uns findet ihr ein faires und liebevoll ausgewähltes Sortiment an Kleidung, Accessoires und Spielzeug", sagt die Sprachwissenschaftlerin.

Für Erwachsene soll es Mode von kleineren Labels geben, aber alles fair gehandelt und hergestellt. Daneben gibt es Accessoires wie Strickwaren, Taschen und Schmuck.

Wer nicht nur sich selbst im Lockdown etwas Gutes tun möchte, sondern auch die Wohnung aufhübschen möchte, kann bei Mjuuk auch Wohnaccessoires wie Keramik, Wohntextilien oder Dekoration kaufen, auch hier aus natürlichen Materialien.

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