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Dresden: Per App in die Bibliothek

Schmökern leichter gemacht: Nutzer mit Smartphone sparen jetzt Zeit und können schneller ihre Lektüre für sich zusammenstellen. Dank der App Pass4all.

Sicher lesen: Kathleen Parma, Geschäftsführerin der Entwicklerfirma Pass4all (l.), und Iris Winkler, Leiterin der Bibliothek Laubegast verbinden die Liebe zur Literatur mit digitalen Lösungen.
Sicher lesen: Kathleen Parma, Geschäftsführerin der Entwicklerfirma Pass4all (l.), und Iris Winkler, Leiterin der Bibliothek Laubegast verbinden die Liebe zur Literatur mit digitalen Lösungen. © René Meinig

Dresden. Kampf der Zettelwirtschaft. Die Städtischen Bibliotheken Dresden bieten ihren Nutzern ab sofort an, sich vor dem Schmökern auch per App zu registrieren.

Nötig ist es sowieso, die persönlichen Daten zu hinterlassen, damit im Falle einer Corona-Infektion im Umfeld der Mitarbeiter oder Bibliotheksbesucher Kontaktaufnahme möglich ist. Das Gesundheitsamt würde dann alle involvierten Personen informieren und in Quarantäne schicken. So läuft es ab, seitdem Corona ein Thema ist.

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Doch die Zeit, erst alle Informationen zu Name, Adresse, Telefonnummer händisch einzutragen, können sich die Bibo-Nutzer nun sparen. Interessant ist das, zumal die Dauer des Aufenthaltes in den Städtischen Bibliotheken auf eine halbe Stunde begrenzt ist. Das Limit ist nötig, um möglichst vielen Dresdnern die Möglichkeit zu geben, Bücher oder CDs auszuleihen. Denn es darf sich aus Schutz vor Corona nur eine gewisse Anzahl in den Räumen aufhalten.

Die App, welche nun genutzt werden wird, ist bereits aus der Veranstaltungsbranche und der Gastronomie bekannt. Auch der Einzelhandel nutzt sie zum Teil. Sie heißt Pass4all und wurde von einem Dresdner Unternehmen entwickelt.

Die Bibliotheksbesucher laden sich die App auf ihr Smartphone kostenfrei herunter und aktivieren sie vor Ort über einen QR-Code. So übermittelt sie alle für die Kontaktrückverfolgung nötigen persönlichen Daten, die "datenschutzkonform abgespeichert" werden, wie Marit Kunis-Michel, kommissarische Direktorin der Städtischen Bibliotheken Dresden, versichert.

Auf diese Weise werde der Bibliotheksbesuch, der ohne Terminbuchung und ohne Coronatest, aber eben mit Registrierung möglich ist, noch einfacher und sicherer.

Nutzern, die kein Smartphone besitzen oder die App nicht nutzen wollen, bleibt nach wie vor die Zettel-und-Stift-Variante. "Generell sind uns unsere Leser treu geblieben", sagt Marit Kunis-Michel. "Der Unterschied ist nur: Sie kommen nicht so häufig zu uns, sondern decken sich mit mehr Büchern für längere Zeit ein."

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