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Corona: Ein Patient auf Intensivstation

Die Zahl der Neuinfizierten steigt rasant. Das Landratsamt erlässt eine Allgemeinverfügung. Es gibt zahlreiche Einschränkungen.

Ein mit Corona infizierter Mittelsachse wird auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt.
Ein mit Corona infizierter Mittelsachse wird auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt. © dpa

Mittelsachsen. Der Landkreis Mittelsachsen hat den Inzidenzwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. „Deshalb müssen Maßnahmen ergriffen werden, um das Infektionsgeschehen zu verlangsamen und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen weiterhin zu gewährleisten“, so Pressesprecher André Kaiser.

Das Gesundheitsamt meldet 32 Personen, die sich neu mit dem Covid-19-Virus infiziert haben. Damit ist die Gesamtzahl der Betroffenen auf 650 gestiegen. Erneut gibt es im Altkreis Freiberg den höchsten Anstieg. Dort wurden 21 Personen positiv getestet. Insgesamt sind es seit Beginn der Zählung im März 308 Personen. Elf Neuinfizierte gibt es im Bereich Mittweida. Das bedeutet einen Anstieg auf 225. Im Altkreis Döbeln gab es keinen weiteren Fall. Damit bleibt die Infektionszahl bei 117.

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Ansteckung bei Familienfeiern

„Laut Intensivregister wird derzeit ein Patient in einer mittelsächsischen Klinik intensivmedizinisch behandelt“, sagt der Pressesprecher. 813 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne. Rein rechnerisch sind etwa 443 Personen wieder genesen.

Die erneut hohen Fallzahlen sind unter anderem auf Familienfeiern zurückzuführen. „Auch dort sollten die Mindestabstände eingehalten werden, so schwer es fällt. Weitere Ansteckungen passieren auf Arbeit oder der Infektionsursprung kann nicht eindeutig festgestellt werden“, so Landrat Matthias Damm (CDU).

Kontaktdaten notieren

Das Landratsamt hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die am 22. Oktober in Kraft tritt. Sie gilt zunächst bis zum 2. November und soll die weitere Ausbreitung des Cornavirus verlangsamen: Hotels, Beherbergungsbetriebe sowie Gaststätten und Sportstätten müssen die Kontaktdaten der Besucher aufnehmen und einen Monat aufbewahren. So soll die Kontaktermittlung bei einem Infektionsfall gründlicher erfolgen. 

Aber auch bei Familienfeiern in Räumen von Dritten, bei Betriebs- und Vereinsfeiern sowie Veranstaltungen und Zusammenkünften im öffentlichen Raum müssen die Daten der Gäste notiert werden.

Veranstaltungen und Zusammenkünfte im öffentlichen Raum werden auf maximal 250 Personen begrenzt. „Alle vor dem 22. Oktober genehmigten Hygienekonzepte mit einer Besucherzahl von mehr als 250 Personen sind auf maximal 250 Personen zu begrenzen“, so Kaiser.

Treffen mit weniger Personen

Private Zusammenkünfte in der eigenen Wohnung sind auf 25 Personen beschränkt. Treffen im öffentlichen Raum sind nicht mehr mit zehn, sondern nur noch mit bis zu fünf weiteren Personen zulässig. An Familienfeiern in Räumen von Dritten dürfen maximal 50 Personen teilnehmen. Betriebs- und Vereinsfeiern sind mit maximal 25 Personen möglich. Versammlungen nach dem Sächsischen Versammlungsgesetz werden durch die Allgemeinverfügung nicht berührt. 

Komplette Allgemeinverfügung gibt es auf der Seite des Landkreises; Corona-Bürger-Tel. 03731/7996249; Fragen-Antwort-Katalog zu Corona im Internet: www.landkreis-mittelsachsen.de

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