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Mittelsachsen: Erste Beschränkungen

Die Marke von 35 Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ist überschritten. Deshalb erlässt das Landratsamt eine Allgemeinverfügung.

Soldaten unterstützen Corona-Tests in Mittelsachsen.
Soldaten unterstützen Corona-Tests in Mittelsachsen. © Archiv/Peter Steffen/dpa

Mittelsachsen. Das Gesundheitsamt des Landkreises Mittelsachsen hat am Montag zwei weitere positive Covid-19-Befunde an die sächsische Landesregierung gemeldet .

Jeweils eine Person hat sich in der Region Döbeln und im Altkreis Mittweida mit dem Coronavirus infiziert. Mit 116 Betroffenen ist die Zahl in Döbeln noch immer die geringste in Mittelsachsen. In Mittweida gibt es nun insgesamt 208 Fälle und im Bereich Freiberg 266.

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Somit registrierte die Behörde seit März 590 Fälle und erstellte 2.902 Quarantänebescheide. 2.371 Personen haben die Quarantäne wieder verlassen. Als gesund gelten rein rechnerisch 429 Personen. Verstorben sind an oder im Zusammenhang mit dem Virus zehn Personen.

Bundeswehr-Soldaten unterstützen Gesundheitsamt

„Zur Unterstützung des Gesundheitsamtes arbeiten seit Wochenbeginn 13 Bundeswehr-Soldaten in der Behörde“, erklärt Landkreissprecher André Kaiser. Durchschnittlich 50 Tests werden vom Gesundheitsamt pro Tag vorgenommen. Unterstützt wird das Gesundheitsamt vom Deutschen Roten Kreuz.

Größere Tests gab es in den vergangenen Tagen an der Grundschule Mohsdorf und der Kita „Zwergenland“ in Oberlichtenau. „Die Ergebnisse liegen derzeit noch nicht vollständig vor“, so Kaiser. Derzeit läuft noch die Kontaktermittlung des Hortes in Mohsdorf, dort wurde ein Kind positiv getestet.

Familienfeiern nur mit 50 Personen in Mittelsachsen

Auch in einem Wohnheim in Waldheim hat das Gesundheitsamt Ende vergangener Woche Tests durchgeführt. Die Ergebnisse stehen laut Kaiser ebenfalls noch aus. Unter Beobachtung stehen zudem zwei Klassen einer Grundschule in Geringswalde und eine Klasse eines Freiberger Gymnasiums. In Letzterer war eine Person positiv getestet worden.

„Da am Wochenende der Landkreis die Marke von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten hat, muss das Landratsamt eine Allgemeinverfügung erlassen“, so der Pressesprecher. 

Geregelt wird darin beispielsweise, dass Familienfeiern in Gaststätten mit maximal 50 Personen stattfinden können und, dass bei Betriebs- und Vereinsfeiern bis zu 25 Personen zulässig sind. Außerdem müssen beispielsweise Hotels und Gastronomiebetriebe die Daten von Gästen zur Nachverfolgung erheben. Die konkrete Veröffentlichung der Allgemeinverfügung werde zeitnah erfolgen.

Leisniger Helios-Klinik verlegt Isoliereinheit

Die Helios-Klinik Leisnig hat unterdessen die Isoliereinheit, die ursprünglich auf der B 2 untergebracht war, in einen anderen Gebäudeteil verlegt und hält dort nach Bedarf Betten für Corona-Patienten frei. Derzeit werden aber keine Patienten mit der Viruserkrankung in Leisnig behandelt.

„Operationen und Behandlungen finden bei Helios wie geplant statt“, erklärt Klinik-Sprecherin Juliane Dylus. Auch die Besuchszeiten werden nach aktuellem Stand nicht eingeschränkt. Nach wie vor gelte die Regelung von einem Besucher pro Patient am Tag für eine Stunde.

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