merken
PLUS Radeberg

Corona-Fälle in mehreren Kitas

Betroffen sind Einrichtungen in Radeberg, Langebrück und Weixdorf. Teils wurden die Betreuungszeiten geändert.

Kinder mehrerer Kitas im Rödertal wurden in Quarantäne geschickt. Der jüngste Fall ist in der Kita Am Sandberg in Radeberg aufgetreten.
Kinder mehrerer Kitas im Rödertal wurden in Quarantäne geschickt. Der jüngste Fall ist in der Kita Am Sandberg in Radeberg aufgetreten. © Symbolfoto: dpa

Radeberg. In mehreren Kindereinrichtungen in Radeberg und Umgebung sind Corona-Fälle aufgetreten. Betroffen ist die Kita "Am Sandberg" in Radeberg. Bei einer Erzieherin ist das Coronavirus nachgewiesen worden. "Ich habe die Information soeben erhalten", sagte Kita-Leiterin Madlen Winkler am Mittwochnachmittag. "Wir werden jetzt alle Mitarbeiter und Kinder ermitteln, die mit ihr Kontakt hatten. Sie müssen dann nach Absprache mit dem Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt werden." Wie viele Kinder und Erzieher betroffen sind, kann sie noch nicht sagen. "Wir sind ganz am Anfang der Überprüfung."

Dabei hatte die Einrichtung schon frühzeitig weitreichende Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Seit Mitte Oktober gelten eingeschränkte Öffnungszeiten von 7 bis 16 Uhr. "Normalerweise öffnen wir von 6 bis 17 Uhr. Damit konnten wir die Früh- und Spätbetreuung vermeiden, bei der ja viele Kinder aus mehreren Gruppen von einer Erzieherin betreut werden." Auch das umfangreiche Hygienekonzept mit Abstandsregeln, Maskenpflicht und Desinfektionsvorschriften wurde akribisch umgesetzt. "Dennoch ist jetzt dieser Fall passiert. Wir haben als Einrichtung versucht, uns gut zu schützen. Doch es kann jeden treffen, beispielsweise beim Einkaufen. Davor ist niemand gefeit." In der Einrichtung hatte es bereits im Oktober einen Corona-Fall gegeben. Damals fiel bei einem Kind der Test positiv aus. Eine Gruppe mit 21 Kindern wurde in Quarantäne geschickt. Außerdem mussten sich zwei Erzieher in Isolation begeben. 

TOP Reisen
TOP Reisen
TOP Reisen

Auf ins Weite, ab in die Erholung! Unsere Top Reisen der Woche auf sächsische.de!

Meistgelesen zum Coronavirus:

Das Coronavirus ist auch im KIZ Kindergarten in Langebrück aufgetreten. Hier sind 42 Personen in Quarantäne. Nach Angaben der Kita-Leiterin Sandra Reppe sind 37 Kindergartenkinder betroffen. Krippenkinder können wie gewohnt die Einrichtung besuchen. "Nachdem der Test bei einer Person positiv ausgefallen war, haben wir überprüft, mit wem sie Kontakt hatte. Das ist bei Kindern aus insgesamt vier Gruppen der Fall. Außerdem haben wir immer in Absprache mit dem Gesundheitsamt fünf Erzieher in Quarantäne geschickt", sagt die Kitaleiterin.

Eine Ansteckungsgefahr bei Krippen-Kindern konnte ausgeschlossen werden, da Krippe und Kindergarten in unterschiedlichen Etagen untergebracht sind. Nach Angaben der Leiterin können die Kinder trotz dem Ausfall der fünf Mitarbeitern gut betreut werden. "Über den Träger unserer Einrichtung, die Arbeiterwohlfahrt Radeberg, sind ausreichend Mitarbeiter zur Verfügung gestellt worden." Als Reaktion auf den Corona-Fall werden die Öffnungszeiten der Einrichtung verkürzt. "Ab Montag haben wir von 7 bis 16 Uhr geöffnet, normalerweise können Kinder ab 6.30 Uhr gebracht und bis 17 Uhr abgeholt werden", sagt die Kita-Leiterin. So wird die Betreuung von Kindern aus verschiedenen Gruppen im Früh- und Spätdienst durch eine Erzieherin vermieden. 

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

Das KIZ an der Friedrich-Wolf-Straße in Langebrück ist eine große Einrichtung mit rund 250 Kindern vom Krippen- bis zum Hortalter. Die Kindertagesstätte ist erst im Sommer in das neue Haus eingezogen. Bis dahin waren die Krippe und der Kindergarten in mehreren Häusern in Langebrück untergebracht. "Das neue Gebäude bringt uns in dieser Corona-Situation schon Vorteile. Wir haben genug Platz", sagt die KIZ-Chefin Sandra Reppe. So können Eltern beispielsweise ihre Kinder im Vorraum abgeben. Er ist groß genug, dort können die Abstandsregeln eingehalten werden. Allerdings wären in den separaten Häusern weniger Kinder von der Quarantäne betroffen. Die positive Nachricht: Bisher sind alle weiteren Tests negativ ausgefallen. "Wenn das so bleibt, können am Freitag die Quarantäne-Regelungen aufgehoben werden", denkt die KIZ-Chefin.

Auch in der Kita "Heideland" in Weixdorf sind eine Horterzieherin sowie die Kinder einer Grundschulklasse vorsorglich in Quarantäne geschickt worden. Diese Kinder werden im Hort "Heideland" betreut. An der Grundschule in Weixdorf war eine Person positiv getestet worden. "Die Erzieherin ist bisher ohne Symptome", sagt Sven Krell, Vorstand der Volkssolidarität Elbtal-Meißen. Nach seinen Angaben läuft die Hortbetreuung in Weixdorf unter den geltenden Hygienebestimmungen weiter. In den anderen Einrichtungen der Volkssolidarität in Radeberg und Arnsdorf gibt es keine Vorfälle.

Nach Angaben des Landratsamtes sind im Kreis Bautzen am Mittwoch insgesamt 186 Coronavirus-Neuinfektionen festgestellt worden. Zwei weitere Patienten sind verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 42 Personen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 325,33 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. 

Probleme mit ausreichend Klinikpersonal

Laut den Daten der Krankenhausleitstelle werden derzeit 75 Corona-Patienten auf einer Normalstation und 17 auf einer Intensivstation behandelt. Die personelle Situation der Kliniken im Landkreis Bautzen hat sich nach Angaben der Kreisverwaltung verschlechtert. Da ein wesentlicher Anteil des Personals durch Erkrankungen, positive Corona-Tests und Quarantänen nicht mehr zur Verfügung steht, haben sechs von acht Kliniken Probleme. Das Gesundheitsamt steht in engem Kontakt mit den Kliniken, um mit speziellen Quarantäneregelungen für das Personal die Versorgung zu gewährleisten. Dabei wird auch der Einsatz von positiv getestetem Personal bei Corona-Patienten nicht mehr ausgeschlossen. Für das Malteserkrankenhaus Kamenz hat der Landkreis um Unterstützung der Bundeswehr gebeten.

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per E-Mail. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Mehr Nachrichten aus Radeberg und dem Rödertal lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Radeberg